Vorarbeit

Vorarbeit:
Mehr oder weniger spontan fing alles an: Anfang Dezember 2003 -Bush spielt momentan
nicht erneut irgendwo Krieg, der Dollar fällt und ich möchte gerne schon mal mein Visum
haben. Ich bin in all den Jahren immer mit Visum gereist, obwohl es nicht nötig war, aber ich
fühlte mich so immer auf der sicheren Seite, auch für Abstecher z.B. nach Kanada. Also
machte ich mich im Internet schlau, was jetzt so Sache ist. Ergebnis war, ich muss das Visum
in Frankfurt beantragen, vorbeikommen zum Interview, Fingerabdrücke abliefern, Bildchen
machen, einen bestätigten Rückflug (!!) vorweisen und genügend Money. Also nachgesehen
bei LTU, was denn so die Preise und die Flüge machen. Da ich aus der Region Düsseldorf
komme, war das nahe liegend. Als ich dann feststellte, dass ich, anders als bei den
Linienflügen nicht nur Nonstop sondern auch noch für 443.- Euro hin und zurück ab Düsseldorf/Orlando
fliegen konnte, löste dies eine Spontanentscheidung aus - nix wie hin.
Da das Auto, gebucht über Holidays Autos - ist Alamo - für 111 Tage auch nur 2.530 Euro
kosten sollte, war alles klar. Alamo selbst verlangte in Deutschland für den gleichen Wagen
und die gleiche Zeit zum Freundschaftspreis 3.245.- Euro! Ein Autokauf in den USA wäre auch möglich gewesen,
ist mir aber zu aufwendig und risikoreich. Nun musste nur noch das
Visum her: die Geschichte meiner Abwicklung des Ganzen wäre sehr lang, also gebe ich
Ihnen nur den Tipp aus meinen Erfahrungen - FALLS ein Visum benötigt wird: im Internet
checken, ob ein Interview-Termin dann immer noch vorher vereinbart werden muss. Der
Knabe an der 1.89 Euro-Telefonleitung pro Minute (!!) brauchte 22 Minuten, um die Daten
von 2 Personen zu erfassen. Wenn Sie in der Botschaft sind, bringen Sie viel Zeit mit. Es
dauert, bis Sie erst mal ins Gebäude dürfen, weil Sie gefilzt werden, dann dauert es bis Sie am
Schalter Ihren Pass abgeben dürfe, und dann dauert es noch länger, bis Sie aufgerufen werden
zu Ihrem Interview-Termin - (egal ob Sie einen Termin zu einem Zeitpunkt hatten, Sie sind
dran, wenn Sie dran sind!) -hier werden Sie gefragt, was Sie im Amerika wollen und warum -
dauerte bei mir 30 Sekunden. Dann müssen Sie noch die Fingerchen ablichten lassen und
wenn das Bild, das Sie eingereicht haben nicht aktuell ist, müssen Sie dieses am vorhandenen Schnell-Automaten erneuern.
Am schlimmsten empfand ich nicht die menschenüberfüllte sehr enge Botschaft, sondern das
Fehlen von Telefon (Handys dürfen nicht mit in die Botschaft genommen werden),
Kaffeeautomat und der Möglichkeit, ein Brötchen zu kaufen. Positiv gesehen dauerte die
ganze Prozedur nur 5 Stunden innerhalb der Botschaft - es war der 23. Dezember und wie ich
hörte, war es vorher täglich noch proppenvoller¼...
Zurück zur Planung: ADAC-Mitglieder können Traveller-Checks ohne die üblichen 1%- Bankgebühren
direkt in Frankfurt bei American Express ordern (aktuell: Sie bekommen 2.500
Dollar innerhalb 1 Woche ausgeliefert. Brauchen Sie mehr, müssen Sie in der
darauffolgenden Woche wieder neu bestellen). Der Gutschein dafür ist in den gelben
Heftchen mit den Sonderrabatten für Deutschland. Ich hoffe, dass er für 2005 auch noch gilt.
Eine Kreditkarte ist unbedingt nötig, schon wegen der Autokaution, aber auch des öfteren im Hotel/Motel -
obwohl Sie problemlos bei der Abreise dann doch mit Traveller-Schecks
bezahlen können. Gut ist es auch, per Internet von Deutschland aus für die ersten Nächte ein
Hotel am Ankunftsort zu buchen, falls Sie nicht pauschal reisen. Es gibt in den meisten Fällen Internet-Rabatt.
Und der Zoll und die Autogesellschaft wollen wissen, wo man nächtigt. In
meiner Reise spielen die Übernachtungskosten einen großen Kostenfaktor. Schon auf
früheren Reise bin ich grundsätzlich nur auf „Coupons" gereist. Im Internet zu finden unter: www.roomsaver.com .
In den USA auch als Hefte zu finden an Tankstellen, Restaurants oder
einfach an der Strasse in bunten „Free"- Kästen. Die Übernachtungskosten können so auf
unter 50 Euro pro Nacht fürs Zimmer! gedrückt werden. Alternativ kann man auch
Appartements buchen, falls man nur in Florida bleiben will. Orlando liegt so ziemlich zentral,
dass alles Wichtige und Interessante auch von hier abgeklappert werden kann, und es ist
billiger als im Süden bzw. an der Küste. Mieten kostet z.B. momentan ab 530 Euro im Monat
pro Wohnung. Ich habe mich halt für „Coupons" entschieden. Damit war die gröbste
Vorarbeit bewältigt. Natürlich habe auch ich für diese Reise hunderttausende von Internetseiten gelesen und
Berichte anderer Reisenden studiert, Bücher gewälzt und Kilometer berechnet. Ob es ok war, werde ich ja merken während dieser Tour.





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