26.April -Tag 67 Ausflug zum Hoover Dam und Hotel Fiesta, Boulder City Der Wetterbericht droht schon seit Tagen mit einer Hitzewelle, und es ist auch verflixt warm geworden. Eine gute Gelegenheit, beizeiten rauszufahren an den „Hoover Dam". Der Colorado war früher ein sehr unberechenbarer Fluss. Entweder es gab kein Wasser oder es gab Überschwemmungen, aber nichts Geregeltes. Da der Fluss durch 7 Staaten fließt, beschlossen 1928 diese Staaten den Bau des Dammes. Jedem Staat stand danach dann eine bestimmte Quote Wasser zu, damit jeder zur rechten Zeit und geplant mit seinem Wasser was anfangen konnte. Bereits ab 1931 arbeiteten 5000 Mann Tag und Nacht, um dieses -für damalige Verhältnisse - Mammutbauwerk von 200 Meter Höhe gebaut zu kriegen, das 1935 dann fertig war. Das Bauwerk erhielt den Namen des damaligen Präsidenten Hoover, der als tatkräftiger Befürworter des Projektes stand. Der Hoover-Dam besitzt 17 hydroelektrische Generatoren! Die Bauarbeiter-Siedlung war Boulder City, 13 km westlich des Damms. Die christlichen Stadtgründer verboten für diesen Ort das Glücksspiel, und so ist Boulder City mit seinen hübschen Gärten auch heute noch die attraktivste und ordentlichste Stadt in ganz Nevada. Original existiert dort noch das „ Boulder Dam Hotel" von 1933, heute Sitz des Museums. Der Damm selbst liefert nicht nur Wasser, sondern auch den Strom, und er beliefert heutzutage die Staaten Kalifornien, Arizona und natürlich Nevada mit Beidem. Und der Damm schuf eines der größten Feriengebiete - den Lake Mead. Mein Besuch am Damm war erst mal eine Tour durch Rudel von Touristen. Und ich dachte, die Ferien wären zu Ende ☺. Geärgert habe ich mich über die Parkplatz - Abzockerei von 5 Dollar für einen Platz. Ich hätte sonst weit oben im Arizona-Bereich oder „ außerhalb" parken müssen, und bei Temperaturen über 36 Grad C ist das dann nicht mehr so toll. Es werden am Damm selbst halbstündige Führungen zu den Turbinen und Videopräsentationen über den Bau des Dammes angeboten. Beides war überlaufen von Touristen mit recht langen Wartezeiten. Da ich schon mal hier war und das alles gesehen habe, habe ich mich darauf beschränkt, über das Bauwerk zu gehen und zu fotografieren. Schön und gewaltig ist es da, aber es fehlt auch mächtig viel Wasser. Schätzungsweise 18 Meter Wasser-Höhe fehlen zu der sichtbaren Oberkante. Und ich hatte nicht den Eindruck, dass besonders in Las Vegas schon mal jemand über Wassersparmaßnahmen nachgedacht hat. Na ja, vielleicht sehe ich das zu Deutsch. Nach dem Besuch des Dammes wollte ich noch einen Trip an den Lake Mead machen. Aber es hätte wiederum 5 Dollar gekostet, um an den Hafen zu dürfen, an dem es an dieser Stelle sicher sehr hübsch gewesen wäre. Das habe ich mir dann gespart, da ich am Samstag bei meiner Weiterreise Richtung Utah sowieso am Lake Mead entlangfahre, um das „Valley of the Fire" noch zu besuchen. Nach all dieser Besichtigung knurrte mir der Magen, und ich habe mich dann zum Tester von Hotel-Büffet´s aufgeschwungen. Schon auf der Fahrt nach Boulder City hatte ich das Casino- Hotel „ Fiesta" in Henderson erspäht. Das bot Lunch für 5.99 Dollar plus Tax und incl. Nichtalkoholischer Getränke mit Refill. Und das wollte ich wissen. Also hin - und da bin ich wohl auf eine Rentner-Oase gestoßen. Sowohl an den unzähligen Klapperkisten von Spielautomaten als auch im Restaurant nur ältere Jahrgänge ab ca. 70 aufwärts. Kein Wunder, die Automaten „warfen" gut, soweit ich das mitgekriegt habe. Vor allem im Kleinbereich bis 1 Dollar. Und das Büffet war exzellent! Aufgeteilt in italienische Küche, amerikanische, mexikanische, chinesische, einen Barbeque-Platz , an dem auf Wunsch Fleisch gebraten wurde bzw. bereits gebratenes Fleisch geschnitten wurde, eine Salatbar und eine Fischtheke. Dazu eine Rundtheke mit versch. Brot, Kuchen, Pudding und Eis in allen Variationen. Und das alles für 5.99 Dollar. Das war beeindruckend und um Klassen besser als das, was manche großen Hotels an Auswahl bieten. Voll gesättigt wollte ich dann nur noch „ nach Hause", zumal es draußen unerträglich heiß geworden und kein Windhauch zu spüren war.
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