23. April - Tag 64 Ausflug zum Red Rock Canyon Eigentlich stand für heute noch mal das Death Valley auf dem Plan, weil es der letzte kühle Tag sein sollte bis nächste Woche. Also Wecker gestellt, um 6 Uhr aufgestanden, unten an der Tankstelle Benzin nachgetankt, dort Kaffee und Sandwich geholt, und los ging es. Mittlerweile war es gegen 7 Uhr, und ein wolkenloser Himmel strahlte über den Bergen. Am Vorabend hatte ich mir schon die Route ausgeguckt, und dahin bin ich jetzt gefahren. Leider gab es an irgendeinem Punkt keine Schilder und keine Straße mehr. Und ich wollte auch nicht quer durch eine Indianersiedlung am frühen Morgen, um zu suchen, wo es weitergeht. Mittlerweile war es nach 8 Uhr, und so habe ich gedreht und bin zurückgefahren. Zu spät um noch mal neu anzusetzen. DER Umweg wäre dann zu weit gewesen. Also habe ich kurzerhand die Route gewechselt und bin in den „Red Rock Canyon" gefahren. Er liegt quasi vor den Toren von Las Vegas und ist leicht zu erreichen. Folgen Sie den Schildern Red Rock/Desert Valley auf der I-15 an der Ausfahrt 33. Fahren Sie so lange geradeaus, bis rechts eine Straße abgeht nach „Blue Diamond"- es ist oder wird kurz danach die „Charleston Av". Und führt nach Las Vegas. Dort fahren Sie rein und dann immer geradeaus. Linkerhand haben Sie bereits die Red Rock Berge. Und irgendwann biegen Sie dann links ab zum Visitor- Center. Dahinter beginnt ein ca. 21 km langer „ Scenic Drive". Fahren Sie die Tour morgens. Herrlich dieses Farbenspiel. Wenn Sie Glück haben, läuft Ihnen eine Herde Esel oder Dickhornschafe über den Weg. An ausgewiesenen Punkten können Sie kleinere oder auch größere Wandertouren in und durch die steilen Schluchten machen. Auch werden Sie Petroglyphen (gekratzte Bilder)und Piktogramme (Malereien auf Gestein) der Ureinwohner finden. Einige Kletterer habe ich auch gesehen. Die Landschaft selbst war vor 400 Millionen Jahren ein Meer. Aus den höher liegenden Ebenen fegte der Wind und es entwickelte sich nach und nach in Millionen Jahren eine riesige Wüste. Weitere Millionen Jahre später - Mineralien zementieren Sandkörner zusammen, und die Dünen verwandeln sich in Sandsteingebirge. Scheinbar rötliches Eisen-Oxyd sickerte durch die Dünen, und die Landschaft verwandelte sich in die heutigen Farben. Erstaunlicherweise gab es hier keine Dinosaurier, obwohl es ihr Zeitalter war. Durch Kontinentalverschiebungen schiebt sich der alte graue Kalkstein über den jüngeren Sandstein und schützt diesen wiederum vor dem Wind und dem Aushöhlen. So finden Sie an einigen Stellen noch uralten Sandstein. Aber auch heute geht die Aushöhlung weiter, und nach und nach wird dieser schöne Sandstein verschwunden sein. Die kulturelle Seite dieses Canyon ist lang. Sie finden genauere Ausführungen unter: www.redrockcanyon.blm.gov/. Sie können problemlos einen ganzen Tag hierfür einplanen, wenn Sie Wanderungen unternehmen. Ich habe mich mit 4 Stunden begnügt. Wenn Sie die Einbahnstraße zu Ende gefahren haben und wieder links rum fahren Richtung Las Vegas, dann kommen Sie durch eine endlos lange Einkaufsstraße, die wiederum auf die I-15 bzw. auf den Strip führt. Sollten Sie sehr hungrig sein, dann empfehle ich Ihnen, auf die I-15 zu fahren und die nächste Anfahrt -Sahara - wieder runter und am Büffet von „ Palace Station" für 5.99 Dollar (Lunchtime) hervorragend zu speisen!!!
|