20. April - Tag 61 Fahrt durch´s Death Valley Fortsetzung des gestrigen Berichtes: ¼.. da es gerade mal 1 Uhr Mittag war, und die Temperaturen max. bei 25 Grad lagen, bin ich nach „Badwater" gefahren. Von oben - vom Dantes View - konnte ich nur wenig von hier unten sehen. Jetzt, mit der Nase davor, ist Badwater unheimlich beeindruckend. Es ist ein kleiner Steg angebracht und man steht noch ein bisschen am Wasser - jedenfalls jetzt - und ein großer Teil des Wassers ist bereits zu einer Salzkruste und zu Salzkristallen geworden. Klar, sieht man das z.B. auf Ibiza um Klassen besser und schöner, aber eben nicht 86 Meter unter dem Meeresspiegel! Wenn Sie sich dort zu den Felsen umdrehen und richtig gucken, finden Sie ein Schild mit „Sealevel" - und das ist verflixt hoch. Aber das ist eben noch nicht alles im Canyon. Es gibt noch einen Abzweig nach „ Devils Golf Course" - dort ist der Boden so aufgeworfen, dass es aussieht, als hätte ein Bauer gerade frisch den Boden gepflügt. Hier ist nur alles steif, hart und salzig. Der für mich schönste Abschnitt war allerdings „Artist Drive". Auch hier wieder eine (asphaltierte) Straße zwischen den Hügeln durch, und auch hier wieder eine Farbenpracht, dass ich wirklich stellenweise sprachlos und ergriffen war (und das will bei mir was heißen). Für diese Strecke habe ich alles in allem 2 Stunden gebraucht, und ich habe nicht getrödelt. Es sind ohne Abstecher ca. 65 Kilometer. Weiter ging die Fahrt Richtung „Stovepipe Wells" und den dortigen Sanddünen. Ich wollte sie doch wenigstens sehen, auch wenn es mittlerweile nach 15 Uhr war. Die Dünen sind groß und ungewöhnlich an dieser Stelle. Ich habe mich dort nicht lange aufgehalten und bin dann zurückgefahren Richtung Pass und der Stadt Beatty - bereits wieder in Nevada. Ich habe nur die Hälfte des Parks gesehen, und es gibt laut Karte noch einige Punkte, die ich gerne sehen möchte. Ich denke aber, dass ich mir das für mich Schönste gesehen habe. Für heute ist mein Bedarf gedeckt, und der Rückweg ist noch lang. Ach ja, ein Visitor-Center gibt es „ mittendrin" auch noch. Dort zeigte das Thermometer 33 Grad C. Ich habe es nicht als so heiß empfunden. Die Rückfahrt zurück nach Jean dauerte dann über die US95 und I-15 knappe 3 Stunden. Unterwegs, auf Nevada-Seite, gibt es ein Gebiet namens „ Marmosa Desert" - ebenfalls mit hohen Sanddünen, wenn nicht sogar höher und mehr. Aber es war zeitlich und vom Sonnenlicht her zu spät, noch einen Abstecher zu machen. Vorgenommen habe ich mir, wenn das Wetter noch mal mitspielt, so lange ich noch hier bin, noch mal auf einer anderen Route ins Death Valley zu fahren. Der heutige Tag als solcher war naturbedingt „Faulenzer-Tag". Der Pool lockte, und das Casino winkte mit Sonder-Zocker-Punkten, und am Büffet gab es Lachs, Pizza, Spareribs und italienische Nudeln. Danach saß noch ein Bierchen drin und viel Sichtung von Foto-Material - sonst nichts mehr.
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