10. April - Tag 51 auf dem Weg zum Kings Canyon und Sequoia Nationalpark Ein sonniger Ostersonntag-Morgen ist angebrochen, und tatendurstig ziehe ich mir erst mal das „ continental breakfast" des Motels rein: 1 Tasse kostenlosen Kaffee mit einer Auswahl von 4 verschiedenen Sorten Milchdös´chen - das wars. Aber was solls, dachte ich, frühstücken kann ich überall. Aber dabei blieb es dann bis zum Abend. Nix zu futtern unterwegs - außer ein paar Keksen und trockenen Brötchen¼. Über die US180- und einer wunderschönen Strecke mit allmählicher Steigung auf breit ausgebauten Straßen mit leichten Kurven, erreichte ich in gemütlicher Fahrt nach ca. 2 Stunden den Parkeingang. Hätte 10 Dollar gekostet - ohne „Golden Eagle". Im oberen Teil des Parks hätte es auch die Schwarzwaldhöhenstraße sein können, auch hier gibt es Kiefern und Tannen. Überall lagen noch Schneefelder, und es war sehr frisch. Nach dem obligatorischen Besuch des Visitor-Centers konnte ich über den geöffneten „ General- Grant-Tree - Weg fahren, da der ein bisschen tiefer liegt. Es ist schon irre, wenn man diese Mammutbäume sieht, und dann in einer Menge, wie bei uns im Wald - nur höher, breiter und rot. Ein hübsch angelegter Pfad führte vorbei an all den Bäumen, und im Sonnenlicht konnte ich nicht genug kriegen mit der Fotografiererei. Da die anderen Wege gesperrt waren, ging die Fahrt danach abwärts zum sich anschließenden „Sequoia-Park". Die Landschaft veränderte sich dramatisch. Während ich vorher immer „grün" und Schnee hatte, wurde jetzt aus den Hügeln Steinplatten, hübsch abgerundet und ein tolles Beispiel der Gletschertätigkeit vor Jahrtausenden. Das Gestein war nun Granit, also älteres Gestein als der sonst übliche Sandstein. Sequoia´s wachsen hier bis in eine Höhe von ca. 2.300 Meter. Sie können über 80 Meter hoch und über 2.500 Jahre alt werden. De Umfang beträgt bei ausgewachsenen Bäumen über 30 Meter. Der Sequoia-Park kann auch von der anderen Seite aus Richtung „ Three Rivers" befahren werden, ich fand die Tour, wie ich sie gemacht hatte, also nach dort runter besser. Da der Weg raus aus dem Kings Canyon und runter ins Dorf so was von kurvig und von der Straße her schmal ist ( stellenweise wird der 1. Gang empfohlen), fiel es mir leichter, runter zu fahren - vor allem mit einem grandiosen Blick vor Augen - als hoch zu kurven. Ungefähr in der Mitte der Strecke, zwischen „ unten" und Kings Canyon, liegt der „ Giant Forest". Und dort findet man die Riesen dann stapelweise, und es macht Freude, die guten Wanderwege zwischen den Riesen abzulaufen und zu fotografieren, was das Zeug hält. Natürlich war es touristen-voll, aber es verläuft sich auch in diesem riesigen Gebiet. Hier steht auch angeblich der höchste Baum der Welt. Die Weiterfahrt von diesem Platz runter ins Tal führt noch an sehr vielen Sequoia´s vorbei, die direkt an der Straße stehen. Ich fand, die Tour ist ein einmaliges Erlebnis, und man sollte ruhig einen Tag dafür einplanen. Wenn Sie unten angekommen sind, finden Sie in „Visalia" gute und preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten. Eigentlich voller Eindrücke, und natürlich auch müde gelaufen und gefahren, konnte ich nicht dort bleiben, weil ich ja nach Las Vegas musste. Ich bin noch rund 100 Meilen weitergefahren bis „ Bakersfield" auf der recht flotten 2-spurigen US 45. Dort hatte ich bereits vorher per Internet ein Hotel „ Quality Inn" für 61 Dollar plus Tax gebucht. Da mir mal wieder der Magen auf „halbmast" hing, wollte ich endlich mal richtig zuschlagen. Unterwegs, nicht weit entfernt von Hotel hatte ich ein „Sizzler" gesehen, das ich aus Florida in sehr guter Erinnerung als riesiges Salatbüffet hatte. Also nichts wie hin nach der ganzen Hotel- Eincheckerei. Das Büffet war mickrig, aber es machte satt. Wäre ich nicht so hungrig gewesen und mit „Orlando" im Kopf, hätte ich bemerkt, dass hier alle Leute ein normales Essen mit einem Stück Fleisch oder Hamburger oder Sandwiches bestellt haben (anstatt Salatbüffet) - und sich dazu kostenlos am Salatbüffet bedienen konnten - fast zum gleichen Preis. Aber man lernt ja nie aus.
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