3. April - Tag 44 von Barstow nach Long Beach in Kalifornien Heute Nacht habe ich geschlafen wie ein Murmeltier und bin zu neuen Taten bereit. Nebenan im Restaurant konnte ich mit 10% Hotel-Rabatt wiederum hervorragend frühstücken. Anschließend noch eine Fahrt ins „Outlet-Center" von Barstow. Um die amerikanische Wirtschaft anzukurbeln, habe ich dort 2 Land-Karten gekauft. Zu mehr konnte ich mich nicht durchringen - aber immerhin¼. Dann ging die Fahrt weiter auf der I-15 nach Los Angeles. Eigentlich wollte ich genau dort weder hinfahren müssen noch übernachten. Diese Stadt, die so groß wie unser Saarland ist, ist nicht mein Ding. Schon die Mengen von Interstates nerven, und falsch fahren darf man dort überhaupt nicht. Aber es ging gut, und ich landete recht unbeschadet auf der US1 - der Straße, die voll an der Küste „durchgeht". Und so fand ich dann auch mein Hotel relativ problemlos, wenn auch gestresst. Da das Zimmer ebenerdig ist, stand dann auch "voll Auto ausräumen" auf dem Plan. Mann, was sich doch da schon wieder alles so angesammelt hat an Gepäck. Die US 1 ist die berühmte Straße in Amerika, die von Alaska bis Feuerland „durchgeht". Ich fahre sie ein Stück bis San Francisco aufwärts. Der Vorteil ist, man kann sich wenig verfahren. Allerdings empfinde ich diese Straße momentan als sehr unspektakulär. Sie ist einfach eine überfüllte Straße, die hier durch Long Beach geht. Ein erster Orientierungstrip in Long Beach war auch nicht besonders aufregend, und da die Sonne wieder vom Himmel lacht, bevorzuge ich ein Bad im Pool und danach beim Italiener an der Ecke mal wieder eine richtig leckere Pizza. Festzustellen bleibt: Kalifornien ist im Vergleich zu den anderen Staaten, die ich durchfahren habe, teuer. Das fängt bei den Hotels an. Auch mit Coupon ist dieses Comfort Inn nicht unter 80 Dollar bzw. 70 Dollar plus Tax zu bekommen. Andere, kleinere Motelketten fand ich nicht, oder wenn, dann waren sie ebenfalls überteuert. Long Beach ist ein „Stadtteil" von Los Angeles und so machen sichauch in allem die „Stadt-Preise" bemerkbar. Besonders teuer ist der Sprit. Als Deutsche hat man ja einen Blick dafür. Aufgefallen ist mir, dass auch hier in den USA die Benzin-Preise zum Wochenende schlagartig höher werden. Und dass es da eine Preis-Differenz auf derselben Straße von manchmal bis zu 8 cent gibt. In Kalifornien kostete das billigste Benzin bis jetzt 2.07 Dollar. Hier in Long Beach habe ich Preise bis 2.39 Dollar gesehen. Natürlich rede ich von Preisen für 1 Gallone = ca. 3,7 Liter, und es ist überhaupt kein Vergleich mit Deutschland. Aber „ man hat es ja so drin". Und bei geschätzten 12.000 Meilen läppert sich das auch bei mir kostenmäßig zusammen. Am Anfang der Reise habe ich mich noch amüsiert über das Misstrauen der Amis beim Bezahlen - von wegen erst löhnen und dann Sprit. Mittlerweile ist das Standard auf meiner Reise. Ganz selten kann man erst zapfen und dann bezahlen. Dafür kann man an jedem Automaten direkt mit Kreditkarte bezahlen. Und das ist hier ja normal. Festzustellen bleibt aber auch, dass ich problemlos mit den Traveller Schecks bezahlen kann - überall. Selbst über Internet mit Karte gebuchte Zimmer habe ich letztendlich ohne Nachfragen oder Ablehnung mit Traveller Schecks bezahlt.
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