Tag 040

30. März - Tag 40 Fahrt zum Petrified Forest
Der Tag begann sonnig aber kühl. Die erste Tour heute morgen war: Tanken -
die Preise schwanken momentan zwischen 1.58 - 1.99 Dollar pro Gallone -
und danach habe ich einen Lebensmittelladen wegen Brötchen aufgesucht. Dabei entdeckte ich gegenüber ein
„ Wigwam-Hotel" vor dem lauter Oldtimer standen. Erst dachte ich, das wäre Reklame, aber
dann sah ich, dass da Leute aus den Wigwams kamen, in die Oldtimer-Auto stiegen und
abfuhren. Na, da wurde ich aber flott. Einige alte Autos habe ich noch fotografiert und einen
Blick ins „Hotelzimmer - Wigwam" geworfen. Nicht schlecht, wäre mir allerdings zu eng gewesen.
Danach ging es dann endlich zum Park. Vielleicht sollte ich Ihnen noch sagen, dass der
Petrified Forest aus 2 Teilen besteht. Im oberen Teil befindet sich die sog."Painted Desert".
Ein Traum von Farben - von tiefdunkelrot über rot und rosa bis weiß. Diese Hügel dieser
Wüste bestehen aus Sandstein. Man findet man auch heute noch Saurierknochen dort.
Eine ganze Weile kommt dann nichts Wesentliches, bis der zweite Teil des Parks beginnt. Da
taucht dann plötzlich eine andere Vulkanlandschaft auftaucht. Die Hügel sind schwarz bis
graugrün und sogar fast weiß und auf vielen der Hügel besteht die oberste Schicht noch aus
massivem Vulkangestein. Dort beginnen dann auch überall die versteinerten Baumstämme herumzuliegen.
Ein grandioses Bild. In früheren Zeiten war diese Landschaft eine Ebene -
mit Sümpfen und Seen ausgestattet. In diese Sümpfe wurden wurzellose Bäume angeschwemmt
und nach und nach mit Schlamm und vulkanischer Asche zugedeckt und luftdicht
verschlossen. In den ca. 200 Millionen Jahren danach wurden diese Stämme durch
Siliziumoxyd versteinert, welches in Wasser aufgelöst die Holz-Zellen durchtränkte und nach
dessen Auskristallisierung Zelle für Zelle durch Quarz ersetzte. Das sorgt dafür, dass die
Struktur erhalten bleibt. Und so ist es auch. Manche Stämme sehen aus wie frisch, samt Borke
und Rinde. Die sagenhaft tolle unterschiedliche Färbung entstand durch Mineralien und
chemische Prozesse. In der näheren Vergangenheit war das Land, das die Bäume einst
begraben hatte, soweit durch Wind und Wetter ausgespült, dass die Bäume nach und nach
wieder zum Vorschein kamen. Allerdings gibt es nicht nur ganze Stämme, sondern auch
Stellen, wo es aussieht, als hätte gerade jemand gesägt und tausende von Holzspänen fallen
lassen. Ich habe Mulch im Garten, und so sehen manche Sägespäne- Plätze auch aus. An
anderen Stellen kommt mal gerade so ein Stück, wunderschön gefärbt aus dem Boden und
sonst nichts. Dann wieder liegt ein ganzer Haufen willkürlich einfach rum. Es ist faszinierend.
Und wie ein kleines Mädchen, das Ostereier im Garten sucht, streife ich durch die Gegend
und suche neue Wunder. Man kann sich nicht satt sehen an den Baumstämmen und deren
Farben. Ein Museum auf halber Strecke beherbergt auf einem Hügel die „ Log Giants". Dort
gibt es Stämme bis zu 30 Meter lang! Ich kann mich des Eindruckes allerdings nicht
erwehren, das man da ein bisschen was hin und her transportiert hat. Trotzdem liegen gerade
hier die besten Stücke. In manchen Hohlräumen der Bäume haben sich Achate und Amethyste gebildet.
Aber auf jeden Fall ein „MUST". Unbedingt sehenswert ist die Abzweigung „ Blue
Mesa". Dort ist die Landschaft besonders reizvoll - die Hügel blauweiß und dazwischen
endlose Baum-Brocken, z.T. noch in der Erde und noch nicht ganz frei gelegt. Ansonsten
bietet die Landschaft nichts. Es gibt nur wenig Grün, und die Sonne brennt unbarmherzig, und
es weht immer ein leichter Wind. Der Sommer ist daher nicht unbedingt die günstigste
Reisezeit. Sagen sollte man noch: es ist absolut verboten, Steine mitzunehmen, und manchmal
werden auch die Autos von den Rangern kontrolliert. Das Klauen der Steine kostet hohe
Geldstrafen oder sogar ein Gang ins Gefängnis ist nicht ausgeschlossen. Wenn Sie Steine
möchten - es gibt sie legal zu kaufen vor den jeweiligen Eingängen bei den Indianern.
Wundervolle Stücke, auch in bearbeiteter Form. Aber lassen Sie sich unbedingt eine Quittung ausstellen!
Der Besuch des Parkes stellt keine besonderen konditionellen Anforderungen, er
liegt zwischen 5.000 und 6.000 Feet, also 1.600 bis 2.000 Meter. Einen guten halben Tag
sollte man aber mindestens einplanen, auch schon, weil es gute 45 Kilometer sind, wenn man
alles abklappert. Nehmen Sie Essen und vor allem Trinken mit. Es gibt innerhalb des Parkes
keine Kioske! Es gäbe noch viel dazu zu sagen, aber wenn es Sie interessiert, lesen Sie die
ganze Geschichte nach unter - www.nps.gov/pf/ ... Oder unter Google suchen.





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