29. März - Tag 39 von Tuscon nach Holbrook Wieder ein wolkenloser Tag, der mich um 8:00 Uhr bei meiner Abreise in Tuscon schon mit 26 Grad begrüßte. Auf Empfehlung des Rangers im Saguaro-Park wollte ich nicht nach Flagstaff, sondern nach Holbrook fahren. Die Strecke durch Indianer-Land sollte land- schaftlich besonders empfehlenswert sein, und außerdem liegt Holbrook näher am „ Petrified Forest". Ich habe den Besuch auf der Airbase, um Flugzeuge zu gucken, aus Zeitgründen fallen lassen. Aber das Leben ist gerecht. Da ich noch ein Stück auf der I-10 blieb, sah ich dann auch den „Parkplatz" der großen Fluggesellschaften. Leider war das Gelände - natürlich - für Neugierige wie mich abgesperrt, und ich konnte auch kein Foto machen. Aber da standen gut 100 Maschinen. Jumbos und andere große Maschinen. Ich denke, es dürften so ziemlich alle amerikanischen Fluggesellschaften vertreten gewesen sein. Ist ja richtig clever. Da die Luft gerade hier besonders trocken und regenarm ist, rosten die Flugzeuge natürlich nicht und brauchen auch nicht groß gewartet zu werden. Und einen größeren Parkplatz als eine Wüste gibt es ja wohl auch nicht¼.Ein Stückchen weiter kam mir auf der Innenstraße ein Treck mit drei Wagen, ein paar Reiter und ein COWBOY entgegen. Ich runter von der I- 10 und hinterher. Jau, war ein echter Indianer-Cowboy mit allem, was so ein Cowboy im TV darstellt, und er grüßte auch noch ganz lässig. Ich war so aufgeregt, dass das Foto, das ich von ihm machte, voll in den Eimer ging - unscharf.Unterwegs in „Coolidge" machte ich noch einen Stop im Nationalmonument „ Casa Grande Ruins". Hier werden Reste der Bauten von den HoHoKam-Indianern gezeigt. Die Menschen lebten hier um 300 vor bis ca.15. Jahrhundert nach Christi.Die Häuser bestanden aus ca. 1.20 Meter dicken Lehmmauern und wurden zu Beginn des 14. Jahrhunderts errichtet. Das clevere dieser Menschen war, daß sie ein ausgefeiltes Bewässerungssystem erfunden haben, das zwei Ernten im Jahr ermöglichten. Auch heute wird in dieser Gegend viel Ackerbau mit einem besonderen Bewässerungssystem betrieben. Nähere Infos samt Ausstellung erhält man im kleinen Visitor-Center. Die Tour durch die Indianer-Berge - ein Knüller. Ich kann es nicht anders beschreiben, als wenn ich sage, dass mich ein kleiner Grand Canyon erwartete. Mit Schlucht und Wasser und roten Bergen rings herum. Und das alles in einer Höhe von ca. 1.300 Metern. Falls einer dort mal sein sollte - dieses kleine Naturwunder liegt zwischen „Globe" und „Slow Show" auf der 60/77 Nord. Ach ja, in Globe habe ich aus Zeitgründen mal wieder „McDo" heimgesucht. Mensch, was musste ich mich sputen, um noch was Essbares zu bekommen. Kurz vor mir war ein Bus mit seinen ca. 50 Menschen dort angekommen, und die Leute strömten in Scharen rein nach „McDo". Ich hinterher und rein. War auch gut so, denn bei den Wartenden handelte es sich ausschließlich um Rentner > 70, die einen Altersheim-Ausflug machten. Können Sie sich echt 50 Rentner in Mc Donalds vorstellen? Ich jetzt wohl¼. Holbrook ist ein kleiner Ort und fest in Indianer-Hand. (Ich dachte immer, Winnetou wäre der letzte Apache gewesen. Stimmt nicht, hier gibt es Tausende - und sehr, sehr nett und freundlich). Leider gibt's hier keine AOL-Verbindung, dafür kreuzt hier die Route 66, und da tun sich schon wieder ganz neue Dinge auf. Aber erst mal möchte ich meinen Petrified Forest machen und dann sehen wir weiter. Die hiesige Übernachtung in einem Days Inn habe ich von Tuscon aus noch übers Internet erledigt. War ein Glücksgriff und das alles für 36 Dollar plus Tax. Wahrscheinlich werde ich 2 Nächte bleiben.
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