Tag 038

28. März - Tag 38 Tuscon und Umgebung
Was für ein Tag: 36 Grad C im Schatten, wolkenlos, sehr, sehr trocken und einen tollen Trip
gemacht. Heute stand ja das „Sonora Desert Museum" auf dem Plan. In weiser Voraussicht
bin ich schon um 8:30 Uhr dort gewesen, weil heute Sonntag ist und zu befürchten stand, dass
es wieder voll wird. Also eigentlich fehlen mir die Worte. Dieses Museum ist nicht das, was
man üblicherweise darunter versteht. Es ist ein lebendes Museum!
Vorabinformationen finden Sie unter: http://www.desertmuseum.org/visit/exhibits.html -Dort
gibt es 10 Schwerpunkte - die Sie sich auch interaktiv ansehen können. Mir persönlich am
besten gefallen -auch in Life - hat der Punkt „Earth-Scenes". Sehen Sie sich unbedingt dazu
im Internet die „ Mineral-Tour" an - einfach toll gemacht!
Schon am Eingang wird man auf alles vorbereitet, was einen so erwartet - einen Plan, wie
man sinnvollerweise gehen sollte, und eine Halle dazu, in der das alles bildlich dargestellt ist.
Im gesamten Park stehen an verschiedenen Stellen „ Dozenten", die einem an ausgewählten
Tieren deren Lebensweise oder Besonderheit erklären. Heute erwartete mich ebenfalls am
Eingang eine Giftschlange - auf dem Arm einer Dozentin, knapp daneben das „Futter" dazu - auch auf der Hand eines Rangers - eine Eule. Danach ging es erst mal los mit den Pflanzen der Sonora-Wüste, endete aber abrupt vor einer „Cave". Dort drin war eine Höhle komplett nachgebaut, und es gab sogar einen „ Kriechgang für Abenteuerlustige". Der Höhepunkt für mich kam aber direkt danach: da es in den Bergen rings herum Edelsteine und Mineralien gibt, war hier eine spitzenmäßige Ausstellung der hier gefundenen Steine. Ich wusste gar nicht, was ich zuerst fotografieren sollte. Dazu eine Halle mit der kompletten Erdgeschichte, mit einzelnen Erdkugeln und zu den jeweiligen Jahrmillionen gehörenden „Ereignisse". Und als bestes - einen Sternenhimmel. Danach, außerhalb der Cave, ein Nachbau von Dinosaurier- Spuren in Form von Knochen und Fußstapfen und ein Sandhaufen, in dem Kinder Knochen ausbuddeln konnten. Davor, dahinter, dazwischen, darüber, darunter, egal wo Sie hingucken, Pflanzen, Pflanzen, Pflanzen. - Nein, das war es nicht allein! Etliche Nachbauten von
Wüstenhöhlen beherbergten Tiere, wie z.B. den Schwarzbären, einen Puma, Wölfe und jede
Menge Kleingetier, auch Erdmännchen - sozusagen ein Streichelzoo! Sehr gut dargestellt war
anhand von „Plexiglas-Erdhöhlen" das Leben der Tiere unter der Erde (bei der Hitze würde
ich auch lieber unter der Erde wohnen). Dazwischen wieder die seltensten Pflanzen -
naturbedingt - vorwiegend Kakteen. Kennen Sie einen Totemkaktus? Ich jetzt ja. Aber auch
eine Halle in der Hummingbirds - also Kolibris leben. Sehr mühsam ein Foto zu machen!!!
Ich weiß auch hier nicht, was ich noch aufzählen soll, es ist einfach überwältigend.
Um 13:30 - also nach 5 Stunden verließ ich dieses „Museum" - ich hätte auch noch 5 weitere Stunden dort verbringen können -ohne das gleiche zu sehen. Aber ich konnte nicht mehr. 5
Stunden in sengender Sonne - Schatten gibt's nicht - schaffen einen schon. Aber ich bedauere
es außerordentlich und empfehle es ausdrücklich all denjenigen, die sich für Flora und Fauna interessieren.
Es gibt hier auch jede Menge Vorführungen von den Rangern zu den Lebensgewohnheiten der Wüstentiere, und so schafft man locker die doppelte Zeit.
BITTE nehmen Sie WASSER mit. Es gibt zwar auch ein Restaurant und einen Kiosk. Aber da die
Luft extrem trocken ist, reicht das nicht. Ich habe bestimmt mehr als 3 Liter in den Stunden
dort trinken müssen! Und wir haben erst März! Der Eintritt kostete übrigens 12 Dollar pro
Person! Sehr preiswert, wenn man bedenkt, was dort alles geboten wird. Im übrigen - es war
auch heute wieder brechend voll. Gerne würde ich Ihnen noch etwas über die verschiedenen
Formen der Wüsten erzählen, aber das verschiebe ich aus Platzgründen auf ein anderes Mal.



Sonora Desert Museum, Tucson 2004 



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