Tag 035

25. März - Tag 35 Weiterfahrt nach Chiricahua in Arizona
Der Tag sah gut aus, bezog sich aber über den Vormittag. Mir war es recht, da in erster Linie
ja nur Fahrerei auf dem Plan stand. Über New Mexiko nach Arizona ging die Tour. Ziel war
das Chiricahua-NM. Unterwegs nach dort fiel mir eine „ Milch-Batterie"- analog unserer
Hühner-Legebatterien auf mit unzählbaren Milchkühen, die einfach auf dem braunen Boden
standen, ohne Annehmlichkeit wie ein bisschen Grün oder so, und beizeiten ihre Milch
abzuliefern hatten. Ein unbeschreiblicher Gestank lag in der Luft. Milchtrinken werde ich eine
Weile bleiben lassen¼
Die Tour über die I-10 war nicht besonders aufregend, wenn man davon absieht, dass links
und rechts Wüste war und irgendwann zwischendurch ein Streifen von ca. 2 Kilometern
richtig grün und von gelben Blumen übersäht war. Und dazwischen die trockenen Kakteen.
Grün-gelber Teppich, das schafft nur viel Regen - aber es sieht toll aus, wenn dann plötzlich
die Wüste blüht.
In Willcox - dem Ausgangspunkt für Chiricahua - angekommen, habe ich mich erst mal im Visitor-Center schlau gemacht,
ob die Tour in die Berge wirklich lohnte. Ich habe nur wenige
Leute getroffen, die je hier waren. Und viel „ Betrieb" war auch nicht auf dem Weg nach dort.
Eine 42-Meilen-Fahrerei durch eine Ebene, umrahmt von z.T. hohen Bergen, die sich im
Sonnenlicht farblich wunderbar veränderten und natürlich die berüchtigten Geradeaus-
Fahrereien mit Straßen-Wellen rauf und runter und rauf und runter. Aber der Park ist vom Feinsten.
Durch mehrere Vulkanausbrüche vor 27 Millionen Jahren ist dort eine phantastische
Landschaft entstanden - massive Felsen, die auf kleinen Podesten balancieren, hoch
aufragende Felsnadeln und riesige Steinsäulen. Diese bizarre Landschaft ist heute ein
Hauptanziehungspunkt für Wanderer, kann aber auch auf einer Panoramastraße erkundet
werden. Ich fand es wirklich supertoll und kann es nur wärmstens empfehlen, auch wenn es
am A¼ der Welt liegt. Dieser Park ist ein wenig vergleichbar mit dem „Arches-NP", wenn
auch nicht mit Bögen und rotem Gestein. Anschließend habe ich mir in Willcox ein Bettchen
im „Days Inn" gesucht und gefunden, ohne Coupon aber mit „ADAC". Der Preis war derselbe
wie mit Coupon -48,50 plus Tax . Ich bin rechtschaffend müde, und all die heutigen Eindrücke plus 250 Meilen, stecken einem dann schon in den Knochen.
Beichten muß ich noch, dass ich mir vor ein paar Tagen eine Flasche „Ouzo" organisiert habe,
wegen Magenschmerzen und Verdauung und so¼Er kostete erstaunlicherweise mit 40% nur
rund 16 Dollar, also was um die 13 Euro. Auch nicht viel teurer als zu Hause. Von dem habe
ich mir heute einen genehmigt. Ich dachte, der steht mir zu. Man muß ja nach so opulenten
Mahlzeiten vorsichtig sein¼. An dieser Stelle sei noch gesagt, ich habe im Supermarkt
reihenweise 3 Liter-Flaschen mit Wodka, Brandy und Tequila gesehen. Wer wohl solche Mengen braucht? ☺.



Chiricahua 2004 



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