24. März - Tag 34 El Paso und Umgebung Was für eine Nacht. Da hat sich doch ein Trucker gestern Abend vor das Gelände des Hotels gestellt und seine Kühlaggregate angeschmissen. Das war sehr, sehr laut. Der hauseigene Security-Dienst konnte nichts machen, da der Truck nicht auf dem Hotelgelände stand, sondern knapp davor. Das Ende von allen Klageliedern war, dass auch ich für 1 Nacht woanders schlafen musste-durfte - und zwar genau gegenüber meinem Zimmer in einem Studio- Zimmer. Habe dort prima geschlafen Also, ist ja schon was Feines. Ein Kingsize Bett 2x2 Meter, 2 Fernseher, ein Wohnzimmer, 1 Badezimmer und eine Riesenküche mit allem, wovon eine moderne Hausfrau träumt. Sogar der Microwellenherd war so überdimensioniert, dass man fast 2 große Teller nebeneinander reinbekam. Alles in allem so um die 100 qm. Das einzige was mir als Widerspruch auffiel - eine Mini-Kaffeemaschine für 2 ömmelige Mini-Täss´chen! Das Wetter ist wieder warm und sonnig. Und heute möchte ich auf jeden Fall die Missionskirchen hier im Umfeld besuchen. Es gibt einen Missions-Trail, der einen zu drei recht gut erhaltenen Kirchen führt. Einmal die Ysleta - Missionskirche von 1692, dann die Socorro- Kirche, die leider wegen Renovierung/Restaurierung nicht zu besichtigen war und die Kapelle „ Elizario" von 1798, die besonders schöne Holz-Deckenbemalung aufweist. Alles sehr gepflegt und ganz sicher benutzt. Alle drei Missionsstätten liegen etwas außerhalb der Stadt, aber leicht erreichbar in Eigenregie. Nach der Bildungstour stand mal wieder „Hunger" auf dem Plan. Da die Auswahl von verschiedenen Lokalen ja so riesig ist, dachte ich mir, es wird Zeit, mal ein China-Büffet zu testen. Ein bisschen misstrauisch war ich dann schon - 4.95 Dollar plus Tax erschien mir schon verdächtig billig. Aber - es war überwältigend: das gesamte Büffet bestand aus 7 Reihen mit je 12 einzelnen Gerichten - und da fehlte nix- also knapp 100 „Items", wie die Amis zu sagen pflegen. Selbst die Pizza und so was ähnliches wie Kassler und Apfelstudel! fehlte nicht. Dazu aber auch noch alles, was Sie sich nur vorstellen können. Maßlos! Aber auch mir hat es prima geschmeckt, ebenso sehr vielen Mexikanern. Denen hängen wohl ihre ewigen „Fajitas" auch zum Halse raus¼Nach dieser Völlerei stand für den Rest des Tages nix mehr an. Nur noch Pool und absolut Faulenzen. Gegen Abend habe ich noch mal 2 Supermärkte abgeklappert auf der Suche nach Mineralwasser. Ich trinke gerne und viel Mineralwasser. Aber hier findet man vorwiegend stilles Wasser oder Soda oder mit viel Glück sauteurer „Pellegrino", „ Perrier" oder sehr selten sogar „Gerolsteiner". Hier kennt man meist nur Soda oder ähnliches mit viel Chinin. So suche ich immer die „Ringeltäubchen" und manchmal werde ich dann fündig bei „Sparkling Water" oder „ Selzer". Heute allerdings nicht und so habe ich den Tag eben ohne Mineralwasser beendet.
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