19. März - Tag 29 von Kerrville nach Carlsbad in New Mexiko What a Day! Fast 400 Meilen gefahren, und mir dann noch die Carlsbad-Cavern reingezogen und zum Tagesabschluß bei „Chili´s" meinen Absacker genommen.Aber im Einzelnen: heute morgen nach einem guten Super8-Frühstück losgefahren. Das Wetter war diesig und leichter Fisselregen. Eine Endlos-Fahrerei stand bevor. Die Landschaft wie gehabt, karg und „Rinder- leer", aber viele Schafe und Ziegenherden. Die Landschaft Karstlandschaft a la Frankreich- Zentralmassiv -, und der Boden bewachsen mit Spinifex-Gras und Sträuchern und vertrockneten Kleingewächsen -sonst wenig. Das Bild änderte sich schlagartig zwischen Bakersfield und Fort Stockton. Plötzlich sah die Landschaft aus wie der Boden eines riesigen Kraters, rechterhand tauchten auf den Hügeln massenweise Windräder auf und davor Ölpumpen. Es gab auf einmal jede Menge Kakteen, und der Boden wurde leicht sandig. Fort Stockton, als Nachquartier ausgeguckt, fiel voll durchs Raster - so was von Dorf - ätzend.Stattdessen ging die Fahrt weiter Richtung Carlsbad in New Mexiko. Bis dahin waren es mehr oder weniger weitere 2 langweilige Autofahr-Stunden, nur unterbrochen von aktiven Ölpumpen und einer immer wüstenhafter werdenden Landschaft. In Carlsbad gingen die Uhren wieder mal anders - 1 Stunde zurück und wir sind jetzt 8 Stunden hinter Deutschland. Momentan ist also Mountain-Time. Dort habe ich eigentlich ungewollt mal wieder ein Motel 6- Hotel geentert. Drei Hotels drum herum hätten jeweils mindestens 30 Dollar mehr gekostet, und nur für´s Übernachten war mir das zu viel. Da es erst nach hiesiger Zeit 1:30 Uhr mittags war, ging die Tour doch noch zur 20 Meilen entfernten Carlsbad-Cavern. Ich war schon mal vor Jahren dort und hatte es als äußerst interessant in Erinnerung. So war es dann auch. Carlsbad Cavern ist erst mal ein National Park, und man fährt ca. 5 Meilen durch eine wunderschöne, hügelige Landschaft. Erst dann erreicht man die Gebäude um die Höhle oben auf dem Plateau. Von dort oben hat man einen supertollen Blick einerseits über die Hügellandschaft hinter mir und andererseits über diese so flache Landschaft vor mir, die ich auch noch vor Stunden durchfahren hatte. Der Eintritt in die Höhle kostete für mich nichts, da ich ja den Golden Eagle-Pass hatte, ansonsten für Erwachsene preiswerte 6 Dollar! Es gibt mehrere Höhlenabschnitte, aber die Haupthöhle „ Big Room" ist halt Standart. Die Höhle liegt ca. 300 Meter tief und natürlich führt da ein Aufzug runter. Schön ist, dass man ohne Führung die Höhle durchwandern kann. Und auch fotografieren - sonst immer verboten - war hier möglich. Selbst das Blitzlicht wurde geduldet, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob das erlaubt war. Das brachte natürlich extra gute Aufnahmen. Die ganze Tour dauerte bei mir gute 2 Stunden. Dann war ich froh, wieder die Sonne wärmend auf meinem Körper zu spüren, obwohl es 20 Grad Celsius unten waren, aber es war feucht. Trotzdem, ich habe keine Minute bereut und kann die Höhle nur empfehlen. Solch ein Mammut-Tag muß natürlich besonders gekrönt werden, zumal der Magen mal wieder auf Halbmast hing. Die nächste erreichbare Kneipe war „Chilli´s", und da habe ich mir ein Steak und 2 Bier gegönnt. Jetzt bin ich kaputt wie Hund. Und es ist mir egal, ob es hier erst 8:00 Uhr ist. Ich werde bestimmt bald wie ein Murmeltier schlafen¼ und da es sowieso keine AOL-Internet- Verbindung gibt...
|