Tag 023

13. März - Tag 23 auf dem Weg nach Texas
Wider Erwarten war es auch heute morgen sonnig und warm. Heute habe ich mir ein
ausgiebiges Frühstück vom Buffet bei „ Shoney´s" gegönnt - Eier, Speck, Hash Browns (eine
Art Röstis aus Kartoffeln) mit Käse und als Nachtisch Ananas. Dazu leckeren Kaffee, und der
Tag konnte beginnen.
Es ist schon eine Überlegung wert, einige der vielen Herrenhäuser - bzw. Plantagen aus der Sklavenzeit zu besichtigen.
Die bekannteste davon ist die „Oak Alley Plantage" - die, die immer im TV in den Serien vorkommt.
Die meisten Häuser liegen zwischen New Orleans und Baton Rouge. Ich hätte dafür aber einen ganzen Tag einplanen müssen,
und da der Himmel mittlerweile „zu" war, habe ich mich entschieden, was ganz anderes zu tun: ein
Freilichtmuseum aus der Sklavenzeit zu besuchen, samt Herrenhaus. Freilichtmuseen sind
hier selten, und eigentlich hatte ich keine so genaue Vorstellung, wie die Sklaven damals
gelebt, gewohnt und gearbeitet haben. Deshalb erschien mir diese Alternative lohnenswerter.
Besucht habe ich: „Rural Life Museum" in Baton Rouge, direkt an I-10, Abfahrt Essen
Lane. Eintritt: 7 Dollar pro Person, und nach meinem Geschmack absolut lohnenswert.
Irgendwie kann ich jetzt besser nachvollziehen, wie das damals so war. Da der Besitz dieses
immer noch existierenden Gutsbesitzers namens „ Burdon" auch heute noch riesig ist, halte
ich es auch für realistisch, daß es früher so zugegangen ist, wie ich es heute im „Museum"
sah. Auch heute wird da noch gepflanzt, gesät und geerntet, aber wohl unter anderen
Bedingungen als damals. Und das Herrenhaus bzw. die 2 Häuser, erschienen mir eigentlich
auch angemessen an der Größe des Besitzes.
Unterwegs, während der Weiterfahrt auf der I-10 Richtung Texas, extrem viel Bayou´s , sehr
viel Brücken über Seenlandschaften, in deren Wasser jede Menge große und kleine Zypressen standen.
Leider wirkte alles eher düster als freundlich. Das Wetter ist umgeschlagen, zwar
immer noch 81 Fahrenheit, aber eben mit dunklem Wolkenhimmel. Würde mich nicht
wundern, wenn es noch mächtig regnen würde. Obwohl Regen - was ist das?
Gelandet bin ich in Jennings - einem kleinen Ort ca. 40 Meilen vor der Grenze nach Texas-
mit 5 Tankstellen, zwei Hotels, einem Wal-Mart und einem Casino und natürlich den
Einheimischen. Das Hotel, in dem ich heute Nacht meine Träume haben werde, ist wieder mal
ein Comfort Inn-Hotel. Auch hier, groß, gepflegt, riesige Zimmer mit allem Komfort, und die
Nacht für 43,50 Dollar plus Tax. Und das Internet klappt auch. Ich habe so das Gefühl, dass
diese Kette sich zu meiner bevorzugten Übernachtungsstätte entwickelt. Days Inn ist zwar
überall zu finden, aber die Qualität ist sehr, sehr unterschiedlich.
Morgen werde ich in Texas einlaufen. Dort, in der Nähe vom Space Center, habe ich schon
mal gut übernachtet in einem Best Western. Wir werden sehen.



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