6. März - Tag 16 in & um Gainesville auf dem Weg in Floridas Norden Der Tag begann sonnig, aber innerhalb einer halben Stunde war es so zugezogen, dass ich eigentlich auf Blitz und Donner wartete. Da das Fossilien-Museum erst um 10 Uhr aufmachen sollte, habe ich erst mal die Tour durch einen Botanischen Garten namens „Kanapah" vorgezogen. Bedauerlicherweise war der eigentlich recht hübsche und sogar themenbezogene Garten total verwahrlost. Ich glaube, selbst das dort „angedrohte" Krokodil hat es da nicht mehr ausgehalten, es war weg. Schade um den Park. Der Besuch im Museum verlief dann auch nicht so wie gedacht. Da wird gebaut und erweitert und der geplante Besuch in der Fossilien-Abteilung fand nicht statt, da die neue Halle erst Ende Mai wieder eröffnet wird. Im August wird dann dort auch der zweitgrößte Rainforest- Butterfly-Park der Welt eröffnet (na ja, bei diesem Superlativ bin ich immer vorsichtig, wenn Amerikaner dies sagen). Aber beeindruckend ist die Rohbaugröße schon. Das Museum war aber trotzdem mit einigen Highlights bestückt - z.B. eine Sammlung an Gebissen von Haien. Verflixt, im Kino oder TV sehen die Viecher immer kleiner aus. Aber das größte Gebiss hier - aus dem St.James River - packt nun locker 10 gebündelte Menschen im Maul - auch frittenquer. Selbst das kleinste ausgestellte Gebiss war noch gut für einen Menschen längs. Und da es sich hier nur um Tiere aus Florida handelt oder zumindest hier gefangen, war ich schon mächtig beeindruckt. Das Leben der Indianer war in einer Sonderausstellung präsentiert. Und besonders lustig fand ich eine kleine Halle, in dem Meeres-Tiere überdimensional dargestellt wurden - quasi als Unterrichtsmaterial für Kids. In der momentanen „Eingangs-Halle" war aber immer noch so viel Platz, dass locker 2 Mammuts ausgestellt werden konnten. Ich habe diese und auch Dino´s schon ausgestellt gesehen, aber die Größe ist immer wieder beeindruckend - vor allem, wenn man seinen eigenen Kopf mal in die Nähe des Mammut-Kopfes hält¼ Eine Ergänzung noch: wer seine Freude an Schmetterlingen hat, und dem die Fahrt nach Gainesville zu weit ist, dem empfehle ich „ Butterfly-World" in der Nähe von Fort Lauderdale. Ist gut und professionell aufgezogen, wenn auch der Eintritt ein bisschen zu teuer ist für meinen Geschmack. Damit habe ich es für heute gut sein lassen, ist ja schließlich Wochenende und die Mall´s waren alle überfüllt. Tausende von Autos und eine Menge Leute, die mit ihrem Einkaufskorb durch die Reihen irrten und ihr Auto suchten. Da muß ich dann allerdings noch einhaken. Mein Auto hat neben den üblichen Schlüsseln noch einen elektronischen Key zum Öffnen der Türen bzw. zum Öffnen des Kofferraumes. Eigentlich hier nichts Ungewöhnliches, und so habe ich nicht weiter darüber nachgedacht. Dann habe ich die Erfahrung meines Lebens gemacht: Oftmals war ich verwundert darüber, dass die Amerikaner des öfteren ihr abgestelltes Auto nicht wieder fanden - obwohl, bei diesen riesigen Parkplätzen mit diesen Unmengen von Auto´s kein Wunder. Mir ist das Nicht-Wiederfinden nun auch passiert. Und so lernte ich, den Wert meines elektronischen Keys zu schätzen. Nämlich per Tastendruck kann ich die Hupe betätigen, und schon höre ich, wo mein Auto steht, blinkt und hupt. Heute abend war ich noch mal raus, um im Zwielicht die tollen Kneipenschilder zu fotografieren. Es war erst gegen 6 p.m. Die Kneipen waren wieder gerappelt voll. Ich aber lasse es heute ruhig angehen und mache einen TV-Abend.
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