Tag 001

20.Februar Abreisetag in Düsseldorf:
Schon am Vorabend haben wir unser Gepäck eingecheckt in Düsseldorf am Late-Night-
Schalter. Neben den neuesten Prozeduren des extra Koffercheckens ging alles ganz schnell,
und laut LTU-Auskunft sollten wir sogar 10 Minuten früher fliegen als der Flugplan ausweist.
Die Maschine war rappelvoll, was auch fürs Personal unerwartet war, denn alle Maschinen
davor hatten nur eine Auslastung von 80 - 100 Gästen. Alles knubbelte sich in der engen
Halle vor dem Einsteige-Finger. Wir alle hatten schon den Check mit erneutem Gepäckdurchleuchten,
Schuhe ausziehen und Durchleuchten und Befragen eines amerikanischen Botschaftsangestellten
über den Grund unserer Reise hinter uns. Und es dauerte und dauerte und dauerte¼.Kurz und gut,
der Abflug fand nicht um 9:10 sondern erst um 10:20 Uhr statt. Grund war ein „technischer Defekt", der sich dann aber als einsamer
Koffer auf dem Rollfeld neben der LTU-Maschine herausstellte, und der erst vom Bombensprengkommando „entsorgt" werden musste.
Der Flug war problemlos und glatt und dauerte 9:30 Stunden. Nach der Ankunft in Orlando
wurde es wieder hektisch. Anstellen, Schnüffel-Hundekontrolle gut überstehen, warten bis
man „dran" ist beim Immigration-Officer, Bildchen machen, 2 Fingerchen ablichten lassen,
lächeln und beten, dass er einen rein läßt ins gelobte Land. Im Übrigen war an diesem Tag die
Quote der Zurückgeschickten sehr hoch! Einige davon sah ich später dann doch wieder.
Bewaffnet mit dem Visum im Pass und dem Koffer in der Hand ging es zur nächsten Hürde:
Koffer abholen zum erneuten Checken abliefern und weitergehen, selbst gecheckt werden mit
Schuhe ausziehen, Gürtel ablegen und abtasten, dann weitergehen und im „Claim" den Koffer abholen.
(Mein Gepäck war nicht verschlossen und das war gut so. Die Jungs gehen momentan sehr rüde mit
verschlossenen Koffern um, Schloß knacken und fertig - und dann besonders intensiv durchwühlen.
In meinem Koffer klebte auch ein Kontrollzettel mit dem ich als kontrolliert und freigegeben geführt wurde).
Ist halt eine unruhige Zeit hier in USA seit es die Terroristen gibt.
Schlimm wurde dann das Anstehen bei Alamo. Meine Sachbearbeiterin fühlte sich
überfordert davon, dass mein Auto 56 Tage für die erste Etappe gemietet werden sollte und
schickte mich zurück zur Warte-Linie und ging einfach weg. Ihre Kollegin, bei der ich
protestierend landete fand deren Verhalten gar nicht lustig, aber ich kriegte endlich mein
Auto. Ich habe schon viele Autos in Orlando oder anderswo in Empfang genommen. Bei
Alamo in Orlando ist das seit Neuestem toll, da die Herrschaften ins gegenüberliegende
Parkhaus umgezogen sind: ich konnte mir mein Auto selbst aussuchen aus einer großen
Menge verschiedener Marken und Farben der gebuchten Klasse! So fahre ich jetzt einen goldfarbenen Chevy classic mit allen Schikanen.
Mein vorgebuchtes Motel „ Days Inn Lakeside" ist wie erwartet, ich kannte es schon. Der
Jetlag macht mir ein bisschen Probleme - mehr als früher, aber um 8:00 Uhr hiesiger Zeit
habe ich mich aufs Kissen geknallt und bin einfach eingeschlafen.



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