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 | Spanien 2010 - Januar |
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01.01.10 ... Neujahrsbrunch im Oliva Nova Hotel...
Eigentlich wollten wir das Jahr 2009 ausklingen lassen mit einem deftigen Spätnachmittags-Buffet in einer deutschen Kneipe. Aber nachdem wir die Woche davor schon mal dort waren und die Riesenmengen – vor allem an ganzen Schweinshaxen und halben Enten, die man sich so auf den Teller legen musste – nicht geregelt bekamen, überlegten wir uns Alternativen. Und da lasen wir bei unserem dortigen Schwimmbesuch, dass es im Hotel einen Neujahrsbrunch geben sollte – am 1.Januar 2010 von 9:00 bis 15:00 Uhr. Wir kennen natürlich diese unvergleichliche Schwimm-Oase im Hotel mit seinem Pool, seinem integrierten Whirlpool, der Riesensauna, dem Riesen-Dampfbad und einer kleinen Sauna samt Duschen in einem abgeteilten Bereich nur für Damen. Dort sind wir dreimal die Woche – und meist allein. Natürlich wird auch eine Massageabteilung, eine Solariumanlage, Massagen verschiedener Arten und ein riesiges Fitness-Center angeboten. Das 4-Sterne-Hotel bietet natürlich auch Bar, Cafe und sonstige Sporträume, dazu Trainings-Fussballplätze, Außenschwimm-Anlagen, eine Hotelanlage mit Blick weit übers Meer oder die Berge und viele, viele andere Annehmlichkeiten. Wir haben im Laufe der letzten Jahre vieles davon ausprobiert – nur Essen waren wir dort noch nie. Und so beschlossen wir, auf die Schweinshaxe zu verzichten, den Silvester-Abend eher mit Tapas – diesen kleinen klassischen Leckereien - zu verbringen und stattdessen lieber "brunchen" zu gehen am nächsten Morgen. Gesagt – getan. Gegen 9:30 Uhr fuhren wir zum Hotel und gingen ins Restaurant. Der Oberkellner guckte uns irritiert an, als wir sagten, wir kämen extern zum Brunch. Aber er ließ uns eintreten und behielt uns auch fein im Auge, damit wir ja nicht ohne zu bezahlen das Weite suchen würden. Herz, was willst Du mehr. Soweit das Auge schweifte, nur Köstlichkeiten und Leckereien vom Feinsten. Das klassische Frühstücksbuffet großer Hotels, kombiniert mit Champagner, Säften, frischem Obst, dazu aber eine Abteilung Fisch, Schalentiere, Pasteten, Kartoffelsalat, klassischen Eiergerichten, frisch nach Wunsch zubereitet, aber auch alles für Kalorienbewusste. Als wir satt waren, so gegen 10:30 Uhr wurde plötzlich ein großer Teil des klassischen Buffets weggeräumt und durch andere Gerichte ersetzt. Jetzt gab es auf einmal auch ein Salatbuffet mit vielen unterschiedlichen und optisch liebevoll zubereiteten Gerichten. Suppen, Schüsseln voller angemachter Gerichte, andere Tapas-Sorten, gegrillte Gambas, andere Fischsorten undundund... Blöd war nur – wir waren satt! Wir beschlossen, das Weite zu suchen, bevor uns noch mehr das Wasser im Mund zusammen lief und wir nun mal gar nichts mehr essen konnten. Beim Oberkellner zückten wir die Karte zum Bezahlen, und ich sagte dann noch so scherzhaft, eigentlich sind wir nur zwei Kinder, bei dem was wir nur gegessen haben. Er lachte laut und berechnete uns 30 Euro anstatt 40 Euro für beide. Ob er sich wohl vertippt hatte? Das normale Frühstücksbuffet kostete eigentlich so viel und nicht das Brunch-Buffet. Nun jedenfalls haben wir noch einmal Brunch offen. Und wenn wir dann wieder dorthin gehen, dann bestimmt nicht vor 11:00 Uhr. Die „Vorspeisen“ hatten wir ja schon...
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09.01.2010 …ein stürmischer Trip...
...auch bei uns ist das Sturmtief "Daisy" über die Küste geprescht. Mit Regen ohne Ende und Sturmböen bis 120 km/h. Und dann war hier alles vorbei, auch wenn die Nachttemperatur auf knapp über Null Grad gefallen war. Wir beneiden niemanden in Deutschland mit dem Winterchaos. Aber heute ist es sonnig, wolkenlos, kalt und unheimlich windig. Trotzdem wollten wir raus hier, mal ringsherum nach dem Rechten sehen und Fotos machen von den verschneiten Bergen jenseits der Küste. Zuerst fuhren wir Richtung Denia. Diese kleine Stadt hat was, besonders in ihrem ursprünglich gebliebenen Altstadtkern, samt altem Schloss auf dem Hügel hoch über der Stadt. Bekannt ist Denia als Fährhafen nach Ibiza und den Kanaren. Auch der Hafen mit seinen unzähligen Segelbooten aller Größen kann sich sehen lassen. Fährt man durch die Stadt hindurch am Hafen entlang, landet man auf der Landstrasse, die über das Naturschutzgebiet Montgo nach Javea führt. Ein Highlight von der Aussicht her. Zuerst aber wollten wir an den Zipfel von Denia namens „Les Rotes“ aufsuchen. Dort gibt es ein Restaurant mit weitem Blick über das Meer. Und eine Art Sackgasse, von der aus man einen weiten Blick auf die steil abfallenden Felsen vom Montgo-Gebirge hat. Und natürlich war bei dem vergangenen Sturm das Meer aufgewühlt vom Sand und klatschte anders als sonst sandbraun gegen die Felsen und Böschungen und Felsnischen. Welch ein Sound, wenn die Wellen angerollt kamen und mit den Felsen zusammenkrachten und hoch aufspritzten. Wäre es nicht so furchtbar stürmisch gewesen, wir hätten uns dort sehr viel länger aufgehalten. Aber selbst Ohrenschützer und dicke Schals und Winterjacken konnten nicht wirklich schützen. Neugierig geworden, wollten wir dann doch noch schnell auf den Montgo zum Leuchtturm fahren. Dort oben lag, von unten aus gesehen Schnee. Wir erhofften uns oben Orchideen im Schnee. Welch ein Knaller wäre das gewesen. Wir also den Berg hoch und kurz bevor es wieder abwärts ging Richtung Javea biegt man links in eine schmale Strasse ein. Nur gekennzeichnet durch ein lila Hinweisschild zu einer Kloster-Kirche. Am Ende dieser Strasse sieht man vor sich den Leuchtturm. Links davon das wild aufgewühlte Mittelmeer und langen Wellenkämmen. Rechts blickt man auf die Hafenbucht von Javea – mit absolut ruhigem Wasser. Um einen herum pfeift nicht nur der Wind, er ist gefühlt auch extrem lausig kalt. Nur Schnee lag keiner mehr dort oben. Schade. Wir machten einen kleinen Kontrollgang zu den Orchideen, die normalerweise wie ein Bodenteppich rechts und links der Strasse zwischen den Steinen wachsen. Aber da war auch nicht viel. Den Orchideen ist es wohl auch zu kalt momentan. Aber gut zu wissen, wir werden in vier Wochen wiederkommen. Und dann werden wir bestimmt wieder Orchideen satt vorfinden. Wir fuhren also wieder den Berg hinab nach Denia. Und dort in den hinteren Teil des Hafens. Man kann von dort zu Fuß bis zum Leuchtturm der Schiffs-Einfahrt laufen. Und man hat von dort auch einen schönen Blick auf die Stadt, die Fährschiffe und den Segelschiff-Hafen. Aber nicht heute. Während ich noch überlegte, ob ich ein Stück gehen sollte, trotz des schneidenden Windes, fegte eine riesige Wasserfontäne über die Kaimauer. Damit hatte sich diese Überlegung auch erledigt. Obwohl es zumindest im Auto warm und sonnig war, wollten wir wieder zurück zum Platz. Unterwegs fanden wir entlang der Landstrasse von Denia nach Oliva Wasser-Seen links der Strassen, auf Plätzen, unbebauten Grundstücken und zwischen den Wegen zu den Häuserzeilen. Das Meer liegt übrigens rechts der Strasse. Überall fand man Sand auf der Strasse, auch zum Teil riesige Mengen von Seegras – hochaufgetürmt vom Sturm und entsetzlich stinkend. Bin ich froh, dass „Daisy“ bei uns auf dem Platz so gut wie keine Schäden angerichtet hat. Es waren schöne Stunden, die mehr als stürmisch waren. Aber die warme Sonne tat dann richtig gut, so dass wir uns trotzdem wohl fühlten da "draußen in der Welt"...
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Küste Denias |
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Leuchtturm St. Antoni |
Orchideen |
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Orangen-Verkauf an der 332 |
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Strandrestaurant |
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Buffet beim Chinesen |
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14.1.2010 Ankunft unserer Freunde in Oliva-Nova
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20.1.2010 Streiflichter auf dem Campingplatz
Morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung – auch auf einem Campingplatz. Um die jetzige Jahreszeit wird es gerade morgen-dämmrig, und man bekommt den ersten Eindruck wie der Tag so wird. Da es noch sehr still ist, hört man das Meer so laut rauschen, als stünde man direkt am Wasser. Die ersten Camper gehen schweigend und eingemummt in den Bademantel und bewaffnet mit Handtuch, Kamm und Zahnbürste Richtung Badehaus. Andere schleppen schwer an ihrem Abwasser- oder Toilettentank, um ihn schnell am frühen Morgen zu entleeren. Vorne im kleinen Supermarkt wird das erste Baguette und die ersten Brötchen in den Ofen zum Backen geschoben, und in wenigen Minuten wird es lecker nach warmem Brot riechen. Und in spätestens einer dreiviertel Stunde wird es hier wuselig und lebendig werden. Der Himmel ist bis dann rot gefärbt von der aufgegangenen Sonne und dann wird es bald Zeit den Tag zu beginnen - wenn es denn ein Sonnentag ist. Gestern morgen zum Beispiel begann der Tag sonnig wie so oft – nur pfiff ein strammer, aber warmer Wind von den Bergen herunter. Das ist dann immer das Signal für einen Waschtag. Natürlich gibt es auf diesem Platz Waschmaschinen und Trockner. Und diese werden auch hin und wieder benutzt, wenn es z.B. um Bettwäsche geht. Aber eigentlich gibt es nichts Schöneres, als an den Kleinwaschanlagen zu stehen und wie vor hundert Jahren schon, die Wäsche auf einem Steinrubbelbrett zu waschen und mit den Nachbarn zu klönen. Ist zwar nicht mehr so mühsam wie vor hundert Jahren dank verbesserter Waschmittel – aber immer noch sehr beliebt bei allen weiblichen Wesen. Und es dauert dann nicht länger als bis nach dem jeweiligen Frühstück und die Kleinwäsche - vornehmlich T-Shirts, Hemden, Handtücher und Höschen flattern im Wind. Das einzige was man dann braucht sind mehr Wäscheklammern als gewöhnlich. Und in der Tat – gut duftende Wäsche, fast bügelfrei, ist ab Mittag wieder bereit für den Kleiderschrank. Morgens um 10 Uhr schlägt dann die Stunde der Männer. Abwaschen und spülen ist eine Männerdomäne. Endlich mal Gespräche unter Männern mit dem Austausch der neuesten Informationen vom Auto bis zum Fußballspiel. Anschließend wird dann noch vor der eigenen Haustür mit dem Besen gekehrt, und dann wartet die männliche Welt ungeduldig auf den weiteren Verlauf des Tages mit Plaudereien an der Straßenecke und Scharren mit den Hufen, weil man doch endlich einkaufen fahren möchte. Aber nicht immer geht es so flott bei den Damen. Schließlich müssen ja auch die Betten gemacht und aufgeräumt werden. Spülen ist ja nicht alles. Und erst wenn die typischen Hausfrauen-Angelegenheiten erledigt sind, fängt der Tag erst richtig an. Campingplätze gibt es überall in Europa. Und friedlich geht es meist zu, zumindest auf den Überwinterer-Plätzen. Das sind Plätze, auf denen meist ab Ende September bis kurz vor Ostern gelebt wird. Meist fährt man bis hierher, ungefähr in Höhe von Valencia bzw. Alicante , an die 2000 Kilometer oder mehr, je nachdem, wo man in Deutschland zu Hause ist. Heutzutage sind es vorwiegend Wohnmobile aller Größen die ankommen. Der klassische Wohnwagen ist zumindest hier auf dem Rückzug. Die mobile Zeit hat begonnen, und viele bleiben auch nicht mehr nur an einem Platz stehen, sondern wechseln mal mehr in den Süden, mal mehr in den Norden. Das wissen auch die Campingplatz-Besitzer. Und so ködern sie ihre Gäste mit Preisen, die extrem niedrig sind - ab mindestens 60 Tagen Aufenthalt. Und so sind viele dann doch ihre zwei Monate auf einem Platz - bei uns um die 10 Euro incl. aller Nebenkosten pro Tag. Dieser Campingplatz hier zeichnet sich neben den Superpreisen und einer eigentlich guten Infrastruktur auch dadurch aus, dass es hier recht familiär zugeht. Und so ist es nichts Ungewöhnliches, dass dieser Platz zum Beispiel jetzt fast voll ist, obwohl der Nachbarplatz noch sehr viel freie Plätze bietet. Hier stehen Deutsche neben Holländern, Franzosen, Schweden, Engländern, und alle verbindet, dass sie vorwiegend jenseits der 55 Jahre sind und zu Hause arbeitsmäßig nicht mehr gebraucht werden. Die Verständigung klappt immer, schließlich tun alle das selbe und es gibt im Notfall ja auch Zeichensprache. Die meisten Überwinterer sind sportliche Typen. Ein langer Spaziergang am wunderschönen Strand ist Pflicht, ob mit ohne ohne Stöcke. Das Sammeln von Muscheln zwecks Erstellung von hübschen Mobiles für den "Vorgarten" gehört bei vielen ebenfalls zum Pflichtprogramm - zur Freude all derjenigen, die diesbezüglich künstlerisch nicht so glücklich dran sind, aber auch ihr Teil abbekommen. Selbstverständlich wird hier auch Fahrrad gefahren. Man fährt, weil es Spaß macht, weil die Sonne scheint, weil man einkaufen will oder auch nur einfach so mal raus. Selbst 100 Meter zur Toilette werden mit dem Fahrrad bewältigt. Unterschiede gibt es nur darin, dass manche jetzt mit Elektrorädern fahren. Man merkt eben doch so manchmal die Muskeln in den Beinen. Die Kommunikation bezüglich einkaufen, essen gehen und Markt-Trödeltagen klappt vorzüglich. Lidl, Aldi und einheimische Discounter sind reichlich vertreten. Aber auch Chinesenläden. Die hiesigen Läden haben ein riesiges Sortiment an fast allen üblichen Artikeln, die "Mann" so braucht - aber auch "Frau". Neuester Schlager - ein Handgriff mit Saugnoppen, die so fest sitzen, dass man fast mehr Kraft braucht, das ganze wieder abzuziehen, als es fest zu machen. Einer hat dann so ein Teil vorne am Wagen an der Einstiegsseite als Haltegriff befestigt. Und zwanzig andere finden das super und kaufen das dann auch - für einen Preis von jeweils 3.- Euro. Der Chinese hat sich bestimmt die Hände gerieben bei dem plötzlichen Verkaufsansturm. Besonders sportlich ist es, mal wieder ein neues Restaurant in den umliegenden Bergen gefunden zu haben, möglichst auch mit deutschen Besitzern. Und davon gibt es viele. Aber selbstverständlich gibt es auch einheimische Lokale um die Ecke. Und gerne teilt man besonders neuen Ankömmlingen mit, wo es besonders lecker und besonders preiswert ist. Herausragend ist hier in dieser Gegend, dass Restaurants "Mittagstisch" anbieten mit Vorspeise, Hauptgericht, Nachtisch und inklusive Wein und manchmal auch noch Kaffee für Preise ab 8.50 Euro. Die beliebtesten Chinesen bieten sogar ein noch übervolleres Programm inklusive Verdauungsschnaps ab 4,50 Euro an. Und die Portionen sind in allen Lokalen mehr als reichlich. Hat man all diese Dinge des Tages geregelt, dann steht "zu Hause" auf dem Campingplatz natürlich Mittagsruhe an. Danach beginnt wieder der sportliche Teil. Auf vielen Wegen und Plätzen des Campingplatzes wird zumindest hier "Boule"/"Boccia" gespielt. Die anderen Camper genießen lieber die Sonne und sitzen mit der Zeitung bewaffnet in der Sonne, im Schatten der Sonne unter der Markise oder unter dem Sonnenschirm. Leselektüre gibt es reichlich. Entweder die kostenlosen deutschen Informations-Blätter der Gegend oder die "ausgelesene" Bildzeitung des Nachbarn. Jetzt ist endlich auch die Zeit für das Schwätzchen über den Zaun zum Nachbarn. Das Tässchen Kaffee und vielleicht ein Kaffee-Schnäpschen krönen diese Stunden der Ruhe und des Entspannens. Abends um 5 Uhr ist dann der Tag - je nach Jahreszeit gelaufen. Jetzt steht Internet und Skype-telefonieren mit den Lieben daheim an. Oder der etwas privatere Schwatz mit einem Bierchen bei den Freunden, die man so auf dem Campingplatz hat. Meist in den jeweiligen Vorzelten, wenn es kühl wird draußen. Oder der Fernseher wird eingeschaltet. Oder man geht noch mal an den Strand. Oder man bereitet das Abendessen vor. Wenn es jetzt gegen 6 Uhr dunkel wird, dann neigt sich der öffentliche Tag auch hier dem Ende zu. Und spätestens zur Tagesschau um 8 Uhr rührt sich hier nicht mehr viel. Warum auch. Es ist dunkel, häufig um diese Jahreszeit meeres-feucht und alles ist für heute erledigt worden. Morgen ist auch noch ein Tag.
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lauter lustige Camper ... |
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Innenstadt Valencia
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Innenstadt von Valencia Parkhaus: Central: N 39° 28´05.2´´ W 0° 22´49.2´´ [wichtig, da keine freien Parkplätze vorhanden] Hotel Meliza Plaza ****: N 39° 28´07.0´´ W 0° 22´45.2´´ [falls gute, zentrale Übernachtung erwünscht] Plaza de la Reina Val: N 39° 28´29.3´´ W 0° 22´31.7´´ [Zentrum der Innenstadt] Oceanographica Valencia: N 39°27´08.8´´ W 0° 20´55.2´´ [mit Parkhaus-Start für Busrundtour) |
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26.-28.1.2010 Drei Tage in Valencia
Schon vor einiger Zeit haben wir per Internet ein Hotel in Valencia gebucht für zwei Nächte. Und nun war die Zeit gekommen, dorthin zu fahren. Valencia - ein quirlige Stadt zwischen den Spuren vieler Kulturen und der Moderne. Hier erwartet den Besucher Kirchen, Kapellen, Türme, Plätze und einen Altstadtteil vom Feinsten. Auf der anderen Seite moderne Hochhaus-Anlagen, sehr große Einkaufszentren aller Art, ein Aquarium, einen riesigen Hafen und daneben auch Privathafen von einer Größe, dass auch Segel-Regatten abgehalten werden können. Dazwischen endlose und mehrspurige Strassen, Unmengen von Motorrädern, Mofas oder Rollern und auch sonst alles, was das Ambiente einer Groß-Stadt ausmachen. http://www.spain.info/ven/grandes-ciudades/valencia.html?l=de Unsere Pläne für die knapp drei Tage in Valencia - mal wieder das Aquarium, die berühmte und größte Markthalle in Spanien, einige Kirchen und natürlich die Altstadt. Zuerst aber überraschte uns auf dem Campingplatz ein Unwetter vom Mittelmeer kommend und völlig unerwartet fast 24 Stunden lang. Es stürmte und regnete ununterbrochen. Und es wurde sehr kalt. Viele Camper hatten hier große Mühe, ihre Zelte vor den Wohnwagen oder Mobilen bei diesem Sturm stabil zu halten. Und für viele wurde es eine sehr nasse Nacht. Auch wir waren eher schlaflos. Doch wir hatten Glück, alles blieb an seinem Platz. Trotzdem war an Schlaf nur wenig zu denken. Immer wenn der Sturm vom Meer kommt, hat man das Gefühl, das Wasser läuft einem gleich ins Auto. So laut brüllt das Meer und krachen die Wellen an den Deich. Und der Regen poltert dann auch richtig hart auf die Dächer der Wagen. Und da viele Wohnmobile Hochbetten zum Schlafen haben, liegt man quasi mit dem Kopf nur wenige Zentimeter von diesem Chaos entfernt. Wir überlegten, ob wir unter diesen Umständen Valencia absagen sollten. Es macht eigentlich keinen Sinn bei diesem Wetter unterwegs zu sein. Aber wir entschieden, dann doch zu fahren. Und sei es letztendlich nur, um mal wo anders als hier zu sein. Also fuhren wir am Dienstag gegen Mittag Richtung Valencia. Die Stadt ist knapp 85 Kilometer von Oliva entfernt und prima per gut ausgebauter Landstrasse zu erreichen. Unterwegs machten wir mal kurz Pause bei McDo, da wir nicht wussten, ob und wo wir in Valencia gut und bezahlbar essen konnten. Unser erster Stop danach war das „Oceanografico“, das Aquarium in Valencia. Es soll das größte Aquarium der Welt sein. http://www.valenciaapartments.me/de/grostes-aquarium-der-welt-parque-oceanografico-valencia/ (Mittlerweile gibt es größere und bessere Aquarien auf der Welt). Koordinaten: N 39° 27´08.8´´ W 0° 20´55.2´´
Wir bezahlten 18 Euro Seniorenpreis pro Person. Das Wetter war auch in Valencia trüb und feuchtkalt, und ein schneidender Wind pfiff über das Gelände. Ein Grossteil der Sehenswürdigkeiten befinden sich in riesigen Anlagen im "Unterirdischen". Die Räume werden verbunden durch lange Tunnel. Dort tummeln sich dann um einen herum Haie und kleine Fische en masse. Die Außenanlagen waren da, aber leer und ohne Tiere. Kein Wunder bei dem Wetter. Lediglich ein versenkter "Käfig" - einsehbar von oben und per Rundgang darin von innen zu besichtigen, trotzte der Kälte. Auch die darin lebenden rosa Löffler zitterten sich einen zusammen. Nur die knallroten Ibisse störten sich nicht an der Kälte. Sie putzten sich und wuschen ihre Schnäbel im kalten Wasser. Von den Außenanlagen konnte man über viele Treppenstufen wieder in die Unterwelt steigen und sowohl von unten, als auch von halber Höhe aus, und wieder über viele Treppenstufen zwei Beluga-Wale und zwei Seelöwen durch das Wasser schwimmen sehen. Die Pinguine im daneben liegenden Haus waren auch da, entweder hoch oben stehend am Rand der Anlage oder im Wasser. Wieder an der "Oberfläche" der Anlage empfing uns dann Lärm. In einem Stadion hatten gerade die Delfine ihre Show. Im schneidenden Wind tummelten die sich fröhlich im Wasser und präsentierten ihre Show mit ihren Trainern. Nach dieser windigen Veranstaltung wollten wir dann wenigsten einen heißen Kaffee trinken und eine Kleinigkeit essen - Fehlanzeige. Der Laden auf dem Gelände war dicht. Wie gut, dass wir die Grundlage von McDo noch im Bauch hatten. Auch die Souvenirläden waren weitestgehend zu. Nur auf die Karawanen von Bustouristen war Verlass. Obwohl auch die schneller wieder weg, als sie gekommen waren. Ich empfand es dieses Mal in diesem Aquarium alles in allem enttäuschend und trostlos.
Durchgefroren stiegen wir gegen 17:00 Uhr wieder ins Auto und ließen uns per Navi zum Hotel bringen. Bei unserem letzten Besuch hatten wir in einem tollen Hotel direkt am "Plaza de la Ayuntamento" übernachtet. Aber wir wussten nicht mehr wie das Hotel hieß. Das, das wir gebucht hatten, sah auf den Bildern so ähnlich aus, wie das gesuchte. Wir hofften, dass wir doch wieder dort landen würden. War aber nicht so. Unser Hotel war ein Hotel eine Altstadtstrasse weiter, also auch praktisch gelegen, mindestens 9 Stockwerke hoch mit Eingang auf einer Art Fußgängerzone. Wir hatten uns auf eigenen Wunsch ein Zimmer in der 4. Etage "nach hinten raus" geben lassen, in der Hoffnung dem brandenden Verkehr unter uns auf den vielen Strassen zu entgehen. Den Wagen konnten wir in einem um die Ecke gelegenen Parkhaus unterbringen. Unser Zimmer war klein, das Fenster ging in einen schlauchförmigen Hinterhof hinaus. Und wenn man den Kopf stark verbog, konnte man noch ein kleines Dreieck vom Himmel sehen. Aber es war sauber und funktionstüchtig mit Bad.
Wir wanderten anschließend nach Zimmerübernahme durch die kleinen Altstadt-Gassen Richtung "Plaza de Ayuntamento". Der Verkehr wuselte rings um uns herum. Viele Autos auf engen Strassen, aber noch mehr Roller oder ähnliches flitzten durch die schmalen Gassen der Altstadt. Auf dem Platz angekommen, kannten wir uns wieder aus und dort fanden wir dann als erstes "unser" Hotel vom letzten Mal wieder. Und so wussten wir auch, dass dort ein paar Häuser weiter eine amerikanische Kneipe war. Und dort hin gingen wir zum Essen. Die Kneipe ist im Hollywood-Stil, das Bier ist spanisch und das Essen amerikanisch angehaucht. Uns schmeckte es gut. kein Wunder, wir waren sehr hungrig. Anschließend machten wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Gassen rings umher zwecks Orientierung für den nächsten Tag. Und dann marschierten wir zurück zum Hotel. Noch ein leckeres Bierchen aus unserem mitgebrachten Bestand und dann -GUTE NACHT!
Am nächsten Morgen nach schneller Dusche - das Badezimmer war leicht unterkühlt, zogen wir uns dick und warm an und machten uns gegen 9:00 Uhr auf den Weg zur Markthalle. Ohne Frühstück im Hotel. 8 Euro für ein Continentalfrühstück pro Person erschien uns überzogen. So hofften wir unterwegs, spätestens um die Markthalle herum etwas zum Frühstücken zu finden. Draußen war es feuchtkalt, und ein kalter Wind pfiff uns im die Ohren. Aufgrund der Stadtpläne wussten wir, dass wir nur wenige hundert Meter geradeaus gehen mussten, um in der tollen Markthalle zu landen. Um uns herum Verkehr und eine Endlosbaustelle. Und wir sahen zu, flott in die Halle zu kommen, in der Hoffnung, dass es dort wärmer wäre. Dieser "Mercado Central" ist eine absolute Attraktion. Alles in allem ist er 8000 Quadratmeter groß. Das Gebäude besteht aus einer Art Frühjugendstil mit kleinen Türmchen und Kuppeln. Innen drin ist der Bär los. Ein Stand neben dem anderen. Mal Obst und Gemüse, mal Fleisch aller Art, mal Fisch, mal ganze Schinkenwälder, die von der Decke herabhingen. Ein Erlebnis der besonderen Art. Natürlich ist dort viel los, und es macht Spaß, durch die Gänge zu gehen und die offenen Auslagen zu betrachten und zu fotografieren. Und natürlich hatten wir immer noch nicht gefrühstückt und Hunger bis unter die Arme. Und bei all diesen Waren... Zwar gibt es ein kleines Stehcafe zwischen Wurst, Schinken und Käse, aber auch in der Halle war es nicht soooo warm, als dass wir zwei verfrorenen Mäuse uns dort im Durchzug hingesetzt hätten. http://www.spain.info/conoce/monumentos/valencia/mercado_central.html?l=de
Nach einer langen Weile verließen wir dann die Halle durch einen der vielen Ein- und Ausgänge. Uns gegenüber befand sich eine kleine Kirche. Die kam uns gerade recht - war es dort wärmer? Die kleine Kirche hieß: Iglesias de los Santos Juanes. Man nennt sie aber im Volksmund " San Juan del Marcado" - klar, bei der Nähe zur Markthalle... http://www.spain.info/conoce/monumentos/valencia/iglesia_de_los_santos_juanes.html?l=de Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert, brannte im 14. Jahrhundert ab und wurde wieder aufgebaut im gotischen Stil. Danach brannte es noch mal im 16. Jahrhundert, und zu dieser Zeit baute man gerade barocken Stil. Eine kleine, hübsche Kirche, die es wert ist, besichtigt zu werden. Vor allem die Außenfassade ist wunderschön.
Schräg gegenüber der Kirche bzw. der Markthalle befindet sich ein riesiges Gebäude. Geht man die wenigen Stufen hinauf, landet man in einem riesigen Saal mit steinernen Säulen. Ansonsten ist dieser Riesenraum gähnend leer. Der Bau stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist im gotischen Stil gebaut. Und er erinnert sehr stark an ein mittelalterliches Schloss-Gebäude. Aus dem Internet wussten wir, dass das mal die Seidenbörse war. Aber wir fanden weder Seide noch Börse, nur eine Glastür, die in einen kleinen Orangenbaum-Garten führte und dahinter eine Steintreppe in den ersten Stock. Dort war alles geschlossen und so blieb nur der Blick auf eine wuchtige Holzdecke. Wieder unten gab es noch einen kleinen Raum in dem Schüler einer Schulklasse sassen und einem Lichtbildvortrag lauschte. Wir gingen leise wieder hinaus. http://www.spain.info/conoce/monumentos/valencia/lonja_de_la_seda.html?l=de
Uns plagte immer noch der Hunger und so beschlossen wir, einfach quer durch das Gassengewirr namens "Mercat" zu laufen, in der Hoffnung, auf eine Cafeteria oder so. Und irgendwann landeten wir wieder vor einem Kirchentor. Davor ein Platz mit einem Cafe. Leider war es zu kalt, als dass wir uns im Freien für ´nen Kaffee dahin gesetzt hätten. Also gingen wir um die Ecke und sahen rechts von uns ein richtiges Cafe mit vielen, vielen bemalten Kacheln. DAS interessierte aber erst mal nur am Rande. Wir hatten Hunger und Durst. Und so gingen wir hinein in den beheizten Raum und gönnten uns leckeren Kaffee und ein Brötchen, bzw. Sandwich. Ach, tat das gu. das gut! Wieder aufgewärmt schauten wir uns in dem Cafe um und stellten fest, dass der Laden eine ehemalige "Horchateria Chocolateria" war, Santa Catalina hieß und unmittelbar gegenüber des Einganges zur gleichnamigen Kirche lag. Das war uns vor lauter Hunger gar nicht aufgefallen. Mittlerweile war es ja auch schon gut 12 Uhr mittags. Nach dem Essen gingen wir natürlich hinüber in die " Iglesia y Torre de Santa Catalina". Das herausragende an dieser Kirche ist zweifellos der hohe Glockenturm in dem sogar noch eine funktionstüchtige Glocke die Stunde schlägt. Die Kirche selbst ist aus dem Mittelalter und wurde seinerzeit auf den Resten einer Moschee erbaut. Im 16. Jahrhundert brannte sie ab und wurde wieder aufgebaut. Das besondere war dann, dass sie einen Chor-Rundumgang bekam, wie das sonst nur Kathedralen haben. Der riesige Glockenturm wurde erst wieder im 17. Jahrhundert neu gebaut und ist deshalb aus der Barockzeit. http://www.spain.info/conoce/monumentos/valencia/iglesia_y_torre_de_santa_catalina.html?l=de
Mittlerweile taten uns schon mächtig die Füße weh, ich schätze Schuhgröße 65. Aber vor uns lag der "Plaza de la Reina", dahinter die Kathedrale mit ihrem mächtigen Miguelete-Turm und da dahinter auch noch die Basilika. Und diese Sehenswürdigkeiten wollten wir trotz schneidender Kälte und eisigem Wind noch besuchen. Normalerweise ist die Plaza de la Reina ein beliebter Treffpunkt. Rund um den Platz eine Kneipe neben der anderen, und auch die Souvenirshops fehlen nicht. Am Platz fahren die roten Touri-Busse ab mit zwei Routen im Angebot. Natürlich kann man auch eine Kutschfahrt machen oder einfach in Stühlen vor einem Cafe die Zeit genießen. Heute war das alles zu kalt und zu trist. Einzig die Bus-Touristen kamen in Gruppen hinter ihrem Reiseführer hergelaufen um sich die Sehenswürdigkeiten erklären zu lassen. Verfroren sahen aber auch die aus. Wir marschierten stracks in die Kathedrale. Geht man am Hauptportal durch die linke Tür, landet man in einem kleinen, mit Seilen abgeteilten Bereich der Kirche mit drei zu besuchenden, kleinen Seitenkapellen. Geht man durch die rechte Tür muss man Eintritt bezahlen - in unserem Fall je 3.- Euro für Senioren. Dafür bekommt man einen elektronischen Reiseführer um den Hals gebunden und kann den größeren Teil der Kathedrale samt kleinem Museum besichtigen. http://www.spain.info/conoce/monumentos/valencia/catedral_de_valencia.html?l=de
Die Kathedrale von Valencia wurde im 13. Jahrhundert ebenfalls auf den Resten einer Moschee aufgebaut. Aber auch hier wurde umgebaut und ... umgebaut bis zum 17. Jahrhundert. Demzufolge sind auch hier sämtliche architektonischen Stile vorhanden, wobei die Gotik allerdings vorherrscht. Sie ist wunderschön, hat einen Rundumgang mit vielen Seitenaltären, vielen christlichen Highlights und vielen außergewöhnlichen Kostbarkeiten. Geht man zurück Richtung Ausgang, geht links ein kleiner Weg ab, der zu einer kleinen Kapelle führt. Hier hängen an den Seitenwänden Bilder von Goya, eines davon unfertig. Eine kleine Tür führt den Besucher dann in ein kleines Museum. Das Herausragende dort ist eine riesige goldene Monstranz, die auch heute noch zu Ostern während der Prozession durch die Gassen getragen wird. Damit hat man dann aber auch alles Wesentliche gesehen. Als wir wieder aus der Haupteingangstüre kamen - dieses ist eine Tür/ein Tor im romanischen Stil und das älteste an dieser Kirche - wandten wir uns nach rechts zum achteckigen Turm aus dem 14. Jahrhundert. Der Turm wirkt wahnsinnig massiv in seiner Bauweise. Es gibt ganz oben Spitzbogenfenster und einen Glockenturm. http://www.spain.info/conoce/monumentos/valencia/el_miguelete.html?l=de
Leider war auch hier eine riesige Baustelle - groß, lang, störend und zu laut für einen genussvollen Besuch der Anlage. Also gingen wir weiter nach "nebenan" in die "Basilika de la Virgin". Auch sie stammt aus dem 17. Jahrhundert, ist im barocken Stil gebaut, und die einzige Kirche der Stadt, die nicht auf Resten alter Kirchen oder Klöster aufgebaut wurde. Ich fand den bemalten Himmel in der Kuppel des Gebäudes einzigartig. Die Basilika war sehr stark besucht von einheimischen Betenden. Leise, um nicht zu stören, verließen wir das Gebäude wieder. http://www.spain.info/conoce/monumentos/valencia/basilica_de_la_virgen_de_los_desamparados.html?l=de
Mittlerweile waren wir bei Schuhgrösse 80 angelangt, wir hatten wieder Hunger und Durst ,und wir froren erbärmlich. Also marschierten wir weiter durch die Gassen Richtung Plaza de la Ayuntamento. Vorbei kamen wir noch am "Palacio de Generalitat", ein spätgotischer Bau, der früher einmal das Königreich von Valencia in der Generalversammlung vertreten hatte. Wir hatten keinen wirklichen Blick mehr dafür - auch wenn das Gebäude sehenswert ist und auch einen schönen Innenhof hat. http://www.spain.info/conoce/monumentos/valencia/palacio_de_la_generalitat.html?l=de
Kurzfristig verliefen wir uns dann auch noch in diesem Gewusel von Gassen und Gässchen. Dafür landeten wir in einem Starbucks Cafe. Ach, war das herrlich in tiefen Sesseln warm zu sitzen und die Füße mal kleiner werden zu sehen. Mittlerweile war es nach 16 Uhr, und eigentlich hatten wir die Nase voll für heute von Sightseeing. Nur noch einen kleinen Ausflug ins Kaufhaus Ingles wollten wir machen. Eine der vielen Filialen liegt ganz in der Nähe des Plaza und so machten wir uns aufgewärmt dahin auf um uns mal so umzusehen. Sechs Etagen Rolltreppe waren unerwartet viel, aber gefunden haben wir nichts. Vielleicht war es auch der falsche Zeitpunkt nach einem anstrengenden Tag. Wir wanderten mit schmerzenden Füssen wieder zurück Richtung Hotel, vorbei am Nordbahnhof und der daneben liegenden Stierkampf-Arena. Beiden eigentlich wunderschönen Gebäuden würdigten wir keinen Blick mehr, uns zog es entweder zum Hotel, um die Beine mal lang zu machen, oder ins nächste spanische Restaurant zwecks richtigem Essen. Das Restaurante namens " Pascasia" gewann. Es lag direkt am Weg zum Hotel, nur wenige Meter von dort entfernt. Und das war dann der Treffer für einen langen, anstrengenden Wandertag durch Valencias Altstadt.Das Essen war spitzenmäßig, reichlich und typisch spanisch. Eben sehr, sehr lecker. Ich habe dieses Mal eine Visitenkarte mitgenommen, damit wir bei unserem nächsten Besuch in Valencia diese spanische Kneipe wieder finden. Nach dieser wohltuenden Zeit im Restaurant wanderten wir satt und zufrieden gegen 19 Uhr zurück ins Hotel, um jetzt die Füße endlich mal ausruhen zu lassen. Wir wollten dann auch beratschlagen, wo wir den Abend verbringen konnten. Als erstes empfing uns ein kaltes Hotelzimmer trotz eingeschalteter Heizung. Sehr ernüchternd. Ich ging also an die Rezeption und fragte nach, ob die Heizung ausgefallen sei. Der Rezeptionist entschuldigte sich wort- und gestenreich, dass er die Zentral-Heizung in unserem Zimmer nicht wieder eingeschaltet habe. Ich glaubte ihm kein Wort. Klar, wenn ein Hotel nicht belegt ist, muss man die leer stehenden Zimmer nicht heizen. Aber er wusste doch, dass wir zwei Nächte in diesem Zimmer wohnen würden, und dass draußen nur 6 Grad Temperatur waren. Im Zimmer wieder angekommen, heizten wir erst mal volle Pulle, damit es wenigstens annähernd warm würde. Uns war allerdings die Lust vergangen noch mal raus in eine Kneipe zu gehen, um uns dort aufzuwärmen und vielleicht noch ein Bier zu trinken. Also mummelten wir uns ins Bettzeug ein und tranken unser Bier, das wir vom Campingplatz in weiser Voraussicht mitgebracht hatten . Gegen 21 Uhr wollten wir dann schlafen, es war ja ein anstrengender Tag gewesen. Für den Folgetag stand evtl. noch auf dem Programm das Planetarium zu besuchen und diese großen Einkaufszentren am Rande der Schnellstrasse aufzusuchen. Anni machte sich recht flott für einen "Kurzurlaub auf den Weg nach Kanada zu den Holzfällern". Ich zählte derweil Schäfchen. Ich konnte einfach nicht einschlafen und freute mich im Stillen darauf ,die folgende Nacht wieder in meinem Wohnmobil-Bett verbringen zu können. Kurz bevor ich einschlafen konnte, wurde es sehr laut. Auf dem Flur klatschten Türen, und lautstark wurde sich unterhalten, wer denn wo als erstes schlafen würde. Kaum war es wieder ruhig, wurde es lebendig im Zimmer über uns. Fernseher, Lachen. Bett- und Stühle- rücken. Nein, nicht sooo dramatisch, aber selbst Anni wurde wach und fragte mich schlaftrunken, was denn los sei. Ich erklärte ihr, dass über uns einer eingezogen sei. Und während ich das noch sagte, klopfte direkt neben uns einer mit mindestens einem Schuh an die Wand, wir sollten gefälligst leise sein. Nun ja. Die erste Nacht war ja lärmmäßig ruhig gewesen, aber alles in allem scheint das Haus und die Wände sehr dünn und hellhörig zu sein. Unausgeschlafen machten wir uns am nächsten Morgen gegen 9:30 Uhr auf den Weg zur Rezeption. Dort saß nun ein nur spanisch sprechender Mann, der uns mit Händen und Füssen erklärte, dass wir bitteschön unsere Auto-Parkhauskarte wieder zurückbringen sollten, wenn wir den Wagen aus der öffentlichen Tiefgarage gefahren hätten. Eigentlich sah ich das nicht ein - für 16 Euro Parkgebühren pro Tag. Aber das Thema erledigte sich dann von sich aus an der Schranke bei der Ausfahrt. Der Automat schluckte unsere Park-Karte einfach und ... basta. Der Wächter musste uns dann per Hand die Schranke öffnen, damit wir hinausfahren konnten. Ein Gutes gab es an diesem Morgen: der Himmel war knatschblau und sonnig, auch wenn es weiterhin kalt war. Als wir per Navi versuchten, aus dem Stadtkern hinauszukommen, hatten wir eigentlich keine Lust mehr, noch irgend etwas zu tun oder zu besichtigen. Wir fuhren schnurstracks Richtung Gandia, der größeren Stadt vor unserem Oliva Nova. Klar, gefrühstückt hatten wir wieder nicht. Uns erschien es jetzt aber angemessen, im Restaurant vom Kaufhaus Carrefour in Gandia dieses nachzuholen. Als wir dort gegen 10:30 Uhr ankamen und uns die Essensmöglichkeiten ansahen, beschlossen wir, etwas gaaaanz anderes zu machen. Wir wollten in der Nähe unseres Campingplatzes zum Italiener gehen. Anni wollte gerne eine anständige Pizza essen. Also verkniffen wir uns den Hunger, kauften ein, was wir so benötigten und fuhren dann gemächlich Richtung "Camping-Heimat". Gegen 12:30 Uhr waren wir beim Italiener, und dort erholten wir uns im strahlenden Sonnenschein und bei angenehmen 17 Grad draußen bei Vorspeisen, Pizza, Nachtisch, Wein und Kaffee von den Strapazen der kalten Valencia-Tour. Fazit: beim nächsten Mal - und das wird es sicher geben, da sind noch so viele Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, werden wir sehr spontan und nur bei warmem, sonnigen Wetter nach Valencia fahren und zwar mit dem Zug bis zum Bahnhof-Nord. Man muss nicht unbedingt in Valencia übernachten. Und ohne Auto und die überteuerten Parkgebühren macht es mehr Spaß, dort zu sein. Alternativ bliebe noch die Möglichkeit, im Parkhaus des Aquariums zu parken und mit den roten Bussen in die Altstadt zu fahren und eine Besichtigungstour zu starten.
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Aquarium
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N 39° 27´08.8´´ W 0° 20´55.2´´ |
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Valencia Innenstadt
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Markthalle
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Spanien 2010 - Dezember2009 Spanien 2010 - Februar
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