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 | Spanien 2010 - Februar |
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Tagestour 3.2.2010
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Tour 3.2.2010 |
Oliva-Call de Rates -Altea -Olviva |
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3.2.2010 Betriebsausflug Campingplatz :Autotour durch die Bergwelt
Vor Tagen hatten uns schon unsere Stuttgarter Platz-Nachbarn Erich und Traudl gefragt, ob wir nicht mal Lust hätten, bei schönem Wetter mit in die Berge zu fahren. Er würde da ´ne tolle „Kommunistenkneipe“ in Tarbena kennen, und ganz oben auf dem höchsten Berg gäbe es eine weitere Kneipe unter bayerischer Leitung und einem sagenhaften Blick übers Land. Wir haben nun den 7.Tag in Folge blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein. Und so beschlossen wir gestern, heute dort hin zu fahren. Wer weiß, wie lange das Wetter noch so gut ist. Mittlerweile hatte es sich aber auf dem Platz herumgesprochen, dass wir ´ne Tour in die Berge machen wollten. Und so waren wir dann insgesamt 10 Personen, die auf Tour gingen. Noch ein paar Leute mehr, und wir hätten einen Minibus nehmen können...
Unser erster Stopp auf unserer Tour war in dem kleinen Dorf "Jalon". Dort gibt es eine Winzergenossenschaft, und man kann dort nicht nur Weine probieren, sondern sich auch seine Lieblingssorte in 5-Liter-Kanister selbst abfüllen. Darüber hinaus kann man dort ebenfalls in großen 2-5 Liter Plastikgebinden Olivenöle in verschiedenen Geschmacks-Sorten-und -Arten kaufen. Ebenso Liköre, Muskateller, aber auch Whiskey, Vodka und ähnliches. Und auch hier kommen Reisegruppen her, zumindest zum Probieren der vielen Weinsorten. Erich hatte dort auch seine Lieblingssorte Wein gefunden und gekonnt zapfte er den Rotwein in die mitgebrachten Plastik-Kanister ab. Weiter ging die Fahrt Richtung Parcent und weiter die sehr kurvenreiche und enge Strasse D715 hinauf in die Berge bis zum höchsten Gipfel hier in der Gegend, dem "Coll de Rates". Von dort hat man bei klarem Wetter nicht nur einen sagenhaften Blick hinunter und hinüber bis zum Mittelmeer, sondern dort befindet sich auch eine Gaststätte mit bayerischen Pächtern und mächtig deutscher Küche. Auf dem Coll de Rates ist es kalt und frisch- trotz der Sonne, und so machten wir uns auf, die Gaststätte heimzusuchen. Unerwartet war dann allerdings, dass direkt vor dem Eingang drei Sylter Strandkörbe standen - und das auf dem höchsten Gipfel von immerhin über 575 Metern! Innen im Lokal brannte ein Feuer im Kamin, und alle waren froh, dass es nun mal gemütlich warm war. Die Kellnerinnen stellten uns ein paar Tische zusammen, damit wir beieinander sitzen konnten. Und dann warteten wir alle nur noch auf die Speisekarte. Ja, die meisten Gerichte waren deutschen Ursprungs. Von Sauerkraut, Semmelknödeln, Bratkartoffeln deutscher Art bis zu Bratwürstchen, Leberkäse, Gulasch, Schweinshaxe und sonstigen typischen Gerichten war alles vertreten. Und wir waren beileibe nicht die einzigen Gäste, die lecker essen wollten. Nach all diesen Leckereien beschlossen wir, auf der anderen Seite des Coll de Rates weiter zu fahren. Hier geht die Strasse noch kurviger bergab in Richtung Tal. Und es war schon ein Vergnügen abwärts zu fahren. Rechts und links der Strasse fingen die ersten Mandelbäume an zu blühen, tiefer unten gab es endlose Felder mit knatschgelben Zitronen, übervoll an den Bäumen hängend und wiederum weiter die endlosen Reihen von Olivenbäumen. Wir fuhren bis zum Ort "Taberna", parkten dort und gingen die steile Dorfstrasse abwärts. Das Dorf war wie viele andere Bergdörfer: schmal, mit eng aneinander geschmiegten Häusern, vor dessen Haustüren Kettennetze oder Fliegengitter hingen, von dicken Stromleitungen durchzogen, aber urig und irgendwie gemütlich. Und auch im kleinsten Dorf gibt es ein "Restaurante". Nur wir wurden enttäuscht. Die erwartete "Kommunistenkneipe" war geschlossen, hat nur noch Samstag und Sonntag geöffnet. Also war es nichts mit einer leckeren Tasse Kaffee ... Da ich im Internet nichts Passendes zu diesem Lokal gefunden habe, folgend einen Zeitungs-Artikel im Internet, aus dem ich die betreffenden Zeilen kursiv an die Adresse angehängt habe: http://www.zeit.de/1991/03/Warten-auf-die-Mandelbluete?page=all Bei einem Besuch in der „Casa Pinet" in Tärbena trifft man den Besitzer Pinet: Vor der Kneipe hat er, der Kommunist ist, Gesinnung geflaggt: Hammer-und-Sichel-Fähnchen wechseln mit den rot-gelben Streifen der Region Valencia. Hier, in der „Bar des Volkes für das Volk", gibt es ein prima Essen und die größte Sammlung mit Castround Guevara-Devotionalien außerhalb Kubas zu bewundern. Pinet sammelt Aufkleber und Buttons aus aller Welt, von Fußballund Gartenbauvereinen, gegen Atomkraftwerke und für den Frieden. Tausende Sammelobjekte sind an den Wänden drapiert. Den Staub auf den Flaschen über der Kaffeemaschine hat Pinet, wie er glaubwürdig versichert, seit fünfzehn Jahren nicht entfernt. Wie in einer Tropfsteinhöhle hängen die schwarzen, fettigen Flusen herunter. Pinet war schon immer für Carillo, den Ex-Chef der spanischen Kommunisten. Bei ihm, so meint er, habe schließlich Gorbatschow den Eurokommunismus gelernt. Als guter Wirt gibt Pinet nicht nur seine Meinung preis, sondern gelegentlich schon mal ein Glas Wein aus. Beides wäre in Benidorm so nicht zu haben. Wir fuhren weiter zum Ort "Callossa de Insario"....Dort kauft Erich immer seinen Honig, der vom Feinsten sein soll. Aber auch hier hatten wir keinen Treffer. Der Laden öffnete erst wieder um 16:30 Uhr. Also fuhren wir dann endgültig an die Küste nach "Alfaz del Pi". Der Ort liegt nicht weit vom großen Ort Benidorm entfernt. Auch hier wird geurlaubt was das Zeug her gibt. Aber hier gibt es keine Hochhäuser sondern im Gegenteil eine kleine Einkaufsstrasse mit vielen Straßencafes, kleinen Kneipen, Souvenirläden und auch ein Einkaufszentrum. Fährt man ein Stückchen durch, geht rechts eine kleine Strasse ab, die einen unmittelbar an die Strandstrasse bringt. Für Touristen gibt es hier eine breite Bummelstrasse zwischen Palmen vor dem Steinstrand mit knallblauem Wasser. Im Hintergrund strahlt der Felsen von Calpe, und links ist die Strasse gesäumt von Cafes, Restaurants und einem großen Hotel. Sogar einen Campingplatz gibt es hier an dieser Strandstrasse. Geht oder fährt man diese Strasse weiter, landet man nach kurzer Zeit im Hafen vom angrenzenden Ort Altea. Nahtlos landet man dort ebenfalls an der Strandpromenade. Wir aber wollten erst mal unseren Kaffee trinken. Nach kurzer Suche an der Strandpromenade landeten wir in einem Lokal namens "Cappucino". Und dort bekamen wir dann endlich unseren Kaffee. Zwar nicht mit Kommunistenbildern, aber mit einem Blick auf die Promenade und den blauen Himmel.
Mittlerweile war es kurz vor 17 Uhr. Und da alle nur noch zurück auf die Landstrasse 332 und dann durch bis Oliva fahren mussten, war es nicht notwendig, weiterhin "Kolonne" zu fahren. Bei uns im Auto saßen Peter und Kathrina, und da die Beiden Altea und die schöne Kirche samt Altstadt von Altea nicht kannten, beschlossen wir, dorthin noch einen kurzen Abstecher zu machen. Es ist immer wieder ein besonderes Vergnügen, extrem schmale Strassen zu fahren, um auf fast "Schleichwegen" endlich vor den Toren der Kirche auszukommen. Aber auch hier hatte sich viel geändert. Der kleine Parkplatz vor der Kirche war verschwunden, und so konnten wir dort nicht stehen bleiben für einen ausgiebigen Gang auf diesem Kirchenplateau. Also bleibt beim nächsten Besuch dort nur der Gang über hunderte von Stufen hinauf zur Kirche bzw. hinunter in die Stadt. Auch wir fuhren dann Richtung 332 zurück zum Campingplatz, auf dem wir kurz nach 18 Uhr wieder eintrafen. Ein schöner, sonniger Tag war zu Ende. Zeit, die Füße hochzulegen und ein Glas Bier zu trinken.
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Guadalest 6.2.2010
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Guadalest 6.2.2010 |
Oliva-Benidorm-Guadalest-Oliva |
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06.02.10 Abenteuer-Trip rund um Guadalest
Eigentlich war heute wieder schwimmen angesagt. Aber uneigentlich wollten wir dann ganz spontan lieber einen Trip in die Natur machen. Der Himmel war blau bis zum Horizont, die Sonne schien warm und da wollten wir nicht ins geheizte Schwimmbad. Also fuhren wir gegen 9:30 Uhr los Richtung Benidorm. Wir gönnten uns sogar den Luxus, die Autobahn zu benutzen für 3,95 Euro. Dafür waren wir auch 22 Minuten später in Benidorm anstatt wie sonst erst nach einer guten Stunde. In Benidorm fuhren wir noch schnell ins dortige Carrefour-Einkaufszentrum vor den Toren der Stadt. Lag sowieso fast auf unserem Weg nach „Guadalest“. Dieses kleine, mittelalterliche Dorf erreicht man über steile, enge Strassen mit abenteuerlichen Kurven. Aber immer noch so gut ausgebaut, dass auch Busse hier fahren können. Hoch über dem 200-Seelen-Dorf erhebt sich eine alte Burg mit einem schönen Aufgang und einem weiten Blick über die Berge bis zum Mittelmeer. Blickt man in die Tiefe, so sieht man unter sich einen türkisfarbenen See, umrahmt von wie es scheint, undurchdringlichen Wäldern bis ans Wasser. Rechts am Rande sieht man noch einen recht großen Staudamm. Natürlich ist das ganze Dorf voll touristisch erschlossen. Aber es macht trotzdem Spaß durch die kleinen Gassen zu schlendern, eines der vielen kleinen Museen zu besuchen oder einfach in einem der vielen Cafes zu sitzen. Leider war genau über dem Dorf eine riesige Wolke am Himmel, die hartnäckig verhinderte, dass die Sonne scheinen konnte. So empfanden wir den Aufenthalt dort eher als ungemütlich, weil auch kalter Wind durch die Gassen pfiff. http://www.alicante-spotlight.de/costa-blanca/guadalest.htmAber wir waren schon mehrere Male dort und so blieben wir auch nicht länger als eine gute Stunde, ohne etwas Wesentliches verpasst zu haben. Unser weiterer Weg sollte wieder zurück nach Callosa de Saria gehen und von dort auf der D715 wieder Richtung Coll de Rates weiter nach Parcent. Aber Annis Navi beharrte darauf, nicht wie normal rechts zurück zu fahren, sondern statt dessen links zu fahren. Da Navis ja angeblich immer recht haben, blieb auch für meine Logik kein Platz – ich musste links abbiegen. Ein paar Kilometer weiter quakte das Navi rum, „wenn möglich bitte wenden“. Hä?? Da war weit und breit keine Strasse zu sehen, nur ein Abzweig zu den riesigen Olivenplantagen rings herum. Und genau da sollte ich nun fahren! Tun oder nicht tun? - wir entschieden uns ein bisschen Abenteurer zu spielen. Entweder der Weg war befahrbar, oder eben nicht. Und so fuhren wir durch riesige Olivenhaine, um endlose Kurven auf einer sehr engen, kurvenreichen und Schlaglöcher -übersäten Strasse. Plötzlich allerdings standen wir vor einer breiten Wasserfurt. Das Wasser floss schnell und breit über die Strasse und verschwand dann nach einem kleinen Wasserfall im Nirgendwo. Anni war voll begeistert. Sie wollte sogar da durch waten, von wegen spektakulärer Aufnahmen. Ich habe da allerdings gestreikt. In den USA wäre ich in dem Wasser sogar stehen geblieben. Aber da fuhren wir auch einen 4WD und keinen Mini-Panda. Trotzdem, es war einfach Klasse, und es machte auch wahnsinnig Spaß in dieser Gegend, die uns völlig fremd, unbewohnt und außer Bäumen auch sehr einsam war, rumzukurven. Es machte auch überhaupt nichts, dass das Navi meinte, den Weg plötzlich nicht mehr zu kennen, und es machte auch nichts, als wir endlich erkannten, dass wir nicht auf einer Strasse, sondern auf einem Wanderweg fuhren. Die nicht wenigen Wanderer guckten allerdings weniger glücklich als wir. Und ehrlich, ich würde die Strecke sogar noch einmal fahren - auch wenn überall die Hänge auf die Strasse heruntergekommen waren, und man holperig über die Straßenränder kurven musste. Der Wander-Weg endete nach ca. 13 Kilometer an dem Staudamm, den ich Stunden vorher von oben von der Burg gesehen hatte. So hatten wir doch eine unerwartet tolle Tour gefahren. Bloß gut, dass nur zweibeiniger Gegenverkehr geherrscht hatte, für mehr wäre auch kein Platz auf dem Weg gewesen! Letztendlich kamen wir an der Stelle der Strasse wieder auf die Hauptstrasse, die ich ursprünglich sowieso fahren wollte. Und wir fuhren also wieder hinunter nach Callosa und von dort auf die D715 Richtung Parcent. Mittlerweile war es allerdings schon fast 14:30 Uhr, und wir hatten Hunger bis unter die Arme. Auf dem Weg dorthin lag auch die "Kommunisten-Kneipe" und da Samstag war, sollte die ja offen sein. Uns trieb allerdings eher der Hunger und nicht die "Kommunisten" zu dem Lokal. Wir fanden die Kneipe, aber keinen Parkplatz in den verflixt engen Strassen. Und das Lokal sah auch vollbesetzt aus. Also fuhren wir ohne weiteres langes Rumsuchen weiter nach Parcent. Dort ist ja die uns bekannte Kneipe "La Piscina" http://www.parcent.eu/piscina.html Zwar war es nun schon nach 15:00 Uhr, aber dank unserer "guten Beziehungen" bekamen wir natürlich noch unser Lamm und unseren Lieblings-Rosado. Ich habe schon mal über diese Kneipe berichtet. Weit nach 16 Uhr fuhren wir dann gesättigt Richtung Mittelmeer über eine weitere kurvenreiche, aber phantastische Strasse abwärts. Was uns fehlte, war noch der Abschluss-Kaffee und den tranken wir dann auf einem kleinen Platz in der untergehenden Sonne sitzend mit Blick übers Meer. Der Tag war damit auch gelaufen, es war mittlerweile fast 18 Uhr, und es wurde wieder zu frisch draußen, um im T-Shirt dort zu sitzen. Ein schöner Tag war vorbei.
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Altweiber auf Pepe 11.2.2010
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11.02.10 Altweiber bei „Campers“
Nicht nur in Deutschland fängt jetzt die heisse Phase des Karnevals an, auch hier wird kräftig geschunkelt und gefeiert und getanzt und gesungen und zusammen gesessen. Und so ein Tag war gestern - Altweiber. Hannes und Ursel - Nachbarn auf der unserer "Strasse" -hatten eingeladen zum Altweiberfest im Freien. In der Hoffnung auf strahlenden Sonnenschein und damit draussen sitzen können, gemütlich auf jeweils mitgebrachten Stühlen. Und natürlich, wenn zwei ganz besonders nette Camper eine Feier ausrichten, dann ist Petrus mit Sonnenschein voll dabei - wenigstens für ein paar Stunden. Pünktlich um 11 Uhr 11 kamen die ersten Gäste bei den Beiden - dem Vernehmen nach - an. Wir gehörten zu den letzten die kamen -um 11 Uhr 22, da wir vorher noch schwimmen gewesen waren. Alle Gäste sassen schon an vielen Tischen und futterten, was Hannes und Ursel so vorbereitet, gekocht und gebacken hatten - Weisswürste und Rindswürste. Dazu Baguette, Tsaiziki, Salate, Rettiche und viele andere schmackhafte Leckereien bis hin zum Kuchen. Karnevals-Musik gab es natürlich auch, und nicht zu vergessen, auch Bier vom Fass oder leckeren Wein. Dazu einheimischen Likör, oder Brandy oder ähnliches. Und da man ja nicht jeden Tag so intensiv zusammen sitzt, hatten alle sich eine Menge zu erzählen, was es denn so Neues gibt in der Welt und rund um das Camperleben. Natürlich wurde auch getanzt und gelacht und gefeiert, sich Anekdötchen erzählt, oder aufgeräumt und umgeräumt, neue Leckereien bereitgestellt oder die eine oder andere "Verkleidung", vornehmlich auf dem Kopf, gewechselt. Und ehe man sich umsah, war es gegen 17 Uhr, und damit wurde es trotz Sonne auch hier wieder kühl bis lausig kalt. So lange die Sonne prall vom Himmel schien, merkte man den kalten Wind nicht so sehr. Aber nun ging es ziemlich flott, dass es kühl wurde. Und so waren alle mehr oder weniger nach 18 Uhr wieder in ihren jeweiligen eigenen Bereichen. Ein schöner Tag war zu Ende und alle hatten ihren Spass gehabt. DANKE Hannes und Ursel!
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Tagesstrecke 12.2.2010
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Benimaurell- Castel de Castells -Oliva |
Tagesstrecke 100 km |
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12.2.2010 La Val de Laguart (Serra del Penyo´)
Heute morgen, nach lausig kalter Nacht von NULL Grad strahlender Sonnenschein mit wolkenlosem Himmel. Und da kommt man dann eher auf die Idee "raus ins Grüne", als bibber,bibber - was ist es kalt. Gegen 10:30 Uhr fuhren wir also los. Jetzt beginnt die Zeit der Mandelblüte so richtig. Die Bäume sind auch einen Monat zu spät dran und knallen jetzt mit ihren Blüten so ziemlich drastisch raus. Und so was wollten wir uns dann nicht entgehen lassen. Unser Weg führte uns erst einmal Richtung Pego. Dort warten wir eigentlich schon seit Wochen darauf, dass die weissen Vögel wieder die Reisfelder besuchen. Und heute eigentlich unerwartet, waren ein paar Vögel da. Und die müssen sooo müde gewesen sein vom langen Flug, dass sie nicht wie sonst, scheu wegflogen, sondern mehr oder weniger sitzen blieben. Toll, den Tierchen so nahe kommen zu können. Von Hannes und Ursel wussten wir, dass es da eine Strecke gibt, nirgendwo so richtig beschrieben, aber toll zu fahren und auch zu laufen - ca. 2000 Stufen rauf und runter. Wir entschieden uns heute für´s Fahren..... Die Strasse ohne Namen geht knappe 1000 Meter hinter der Ortschaft "Tormos", direkt hinter der Brücke, ab. Auf schmaler, gut zu befahrener Strasse, gehts da hinauf in die Berge. Vorbei an kleinen Dörfern, hoch gelegen bis auf die Spitzen der jeweiligen Hügel dort. Plötzlich ist man in der Ortschaft "Fleix" - und damit auf der CV721. Von dort geht noch eine Strasse Richtung "Benimaurell" weiter, und dann soll dort die Welt zu Ende sein. Aber Hannes hatte sich eine neue Gebietskarte mit einem besseren Massstab gekauft, auf der ein gestrichelter Weg jenseits des Niemandsdorfes eingezeichnet war. Er kannte die Strecke aber auch nicht. Aber wir wollten es natürlich wissen. Nichts ist schöner als Strassen zu fahren, die keine sind. DIE machen am meisten Spass. Und so war es auch hier. Nach ein bisschen Suchen fuhren wir einfach am Dorf vorbei in Richtung einsamer Häuser auf einem vor uns liegenden Hügel. Die Strasse dorthin war richtig gut asphaltiert, wenn auch schmal. Höher und höher hinauf, und wir freuten uns schon, dass wir den richtigen Weg gefunden hatten - auch wenn das Navi längst aufgegeben hatte. Besonders beeindruckend waren die Endlos-Plantagen, auf den alten, von Vorvätern erbauten Stein-Terrassen mit ihren Mandelbäumen, die gerade anfingen zu blühen. Welch ein Farbenmeer von roten und weissen Blüten. Und dabei war noch nicht einmal die Hälfte der Bäume auch nur annähernd voll erblüht. Und plötzlich waren wir oben "aufm Berg". Und was sahen wir da? Ein "Restaurante" - ach nee. Tolle Lage mit Blick in zwei Täler, auf unendliche Mandelbaum-Terrassen auf der einen Seite und Mandel-und Olivenbäume auf der anderen Seite. Und weit, weit unten ein Dorf....welch eine Idylle. Wir überlegten, ob wir die Kneipe erkunden sollten, denn wir wollen auf jeden Fall nächste Woche noch mal diese Tour machen, wenn alle Bäume in voller Blüte stehen. Aber wir entschieden uns dagegen. Ein bisschen Abenteuer wollten wir uns noch aufheben, und sei es auch nur, ob das Essen dort gut ist. Allerdings standen dort schon um 12 Uhr fünf Autos. Spricht für die Kneipe um diese Uhrzeit. Sie heisst übrigens "Venta el Collao". Also fuhren wir weiter und damit bergab. Nun ja, unser erster Eindruck war, dass dort hinunter keine Kneipe mehr liegen konnte. Die Strasse ist wohl mal vor hundert Jahren asphaltiert worden. Jetzt waren da nur noch Steinsplit und Löcher ohne Ende. Mit Tempo 10-12 km/h fuhr ich im ersten Gang abwärts. Und trotzdem - eine SUPER-Strecke. Nun befanden wir uns zwischen den Mandelbäumen und daneben und darüber und mittendrin. Eine Idylle, die man nicht wirklich beschreiben kann, man muss sie erlebt haben. Die Strasse war laut Karte, die wir uns von Hannes ausgeliehen hatten, 10 Kilometer lang. Eng, gewunden, steil, voller Schlaglöcher und trotzdem im Sonnenlicht einmalig. Es ist ja nun ne Weile her, dass wir durch die USA auf Hinter-der-Welt-Strassen gefahren waren. Aber hier kam wieder so ein Gefühl hoch. Einfach toll. Besonders atemberaubend fanden wir es dann, als am Ende der Strecke die sogenannte Strasse mitten durch den "Rio Jalon" ging. Aber hallo, bei Regen oder überhaupt Wasser hätten wir hier mit unserem Mini-Panda drehen müssen. Aber kein einziger Tropfen Wasser trübte die "Flussdurchquerung". Hochzufrieden setzte Anni bei ihrem Navi einen GPS-Punkt für´s nächste Mal. Und wir wollten nun nach Castell de Castells weiterfahren und von dort in einer Schleife wieder Richtung Strand und Meer. Tja, wollten wir. Aber unversehens landeten wir mitten in einer Strassenumbau-Massnahme, ohne Chance, da rauszukommen. Eine riesige Baustelle erwartete uns bei der Auffahrt auf die normale Strasse CV720. Eine wiederum mit Schlaglöchern übersähte Strasse - und die auch noch überbreit - tat sich vor uns auf. Was tun? Zurück und den Berg wieder hoch oder einfach "Augen zu und durch"? Wir entschieden uns für die zweite Variante. Wer hat schon mal die Chance mit ´nem Mini-Panda in einer Maxi-Baustelle den grossen Meister zu spielen? Peinlich war nur, dass wir vollbeladene LKWs hinter uns hatten, und die kamen verdammt viel schneller durch die Schlaglöcher und Hubbel und Schotterhügel und wurden damit immer grösser im Rückspiegel. Wenn die gewusst hätten, dass da zwei abenteuerlustige deutsche Ladies in einem spanischen Panda durch die Gegend hoppelten, die hätten sich vor Lachen die Bäuche gehalten... Aber auch diese Strecke hatte mal ein Ende, und wir kamen wieder auf die ursprüngliche und asphaltierte CV 720 in Richtung Castell de Castells. Hat wahnsinnig Spass gemacht. Und machen wir nächste Woche noch mal...
Der Rest war eigentlich nur ein Fahren durch wunderschöne Täler, über Hügel und durch Obstplantagen bis zur CV 720. Die geht wieder über den Coll de Rates, runter ins Tal durch Parcent und Richtung Pego. Hannes hatte uns noch auf den Weg mitgegeben, dass es da eine Kneipe auf dem Weg gäbe in dem Ort "Tormos", den Ort, den wir schon bei der Hinfahrt durchquert hatten. Dort gäbe es einen tollen Mittagstisch (menue del dia) mit allem "Zick und Zack"- sprich Vorspeise, Hauptgericht, Wasser, Wein und Nachspeise. Und das für 8 Euro. Und genau dort landeten wir fast Punkt 14:00 Uhr - also auch die Zeit, in der Spanier Mittag machen. Und so war die Kneipe auch sehr voll. Wir haben vorzüglich gegessen und ganz bestimmt hat dieses Lokal bei uns im Gedächtnis drei Sterne bekommen. LECKER! Gegen 16:00 Uhr waren wir dann wieder auf Pepe. Satt bis an die Ohren und voll zufrieden mit diesem Tag. Und wir werden weiterhin auf Entdeckungstour gehen jenseits der offiziellen Strassen. Irgendwie sind wir auf den Geschmack gekommen...
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Tagestour 14.2.2010
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14.02.2010 Schnee in den Bergen
Nun gut, der gestrige Tag war ein Regentag – kalt, feucht und zum zu Hause bleiben. Heute morgen dauerte es dann allerdings nur bis kurz vor 9 Uhr, und der Himmel wurde schlagartig blau. Eigentlich wollten wir heute morgen schwimmen gehen, aber heute ist Valentinstag und DEN feiert die Jugend hier ausgiebig schon am frühen Morgen. Und weil auch das Hotel Valentins-Sonderangebote für den heutigen Tag hatte, haben wir unser Schwimmen auf morgen verlegt. Also sind wir in die Berge gefahren. Von hier aus konnten wir sehen, dass unser Regen von gestern die Bergspitzen hinter Pego weiss eingepackt hat. Und dann auch noch Sonne satt – welch ein Panorama. Wir also los, mal wieder Richtung Pego auf die CV 700 in Richtung Planes – durch das „Vall de Galinera“. Die Strecke ist in der Karte „grün“ gestrichelt und damit besonders schön. Natürlich ist diese Strecke auch kurvig, sonst würde es ja keinen Spass machen..... Womit wir nicht so gerechnet hatten, war, dass die dortigen Berge der „Serra del la Forada“ sooo schön mit Schnee eingepackt waren. Aber nicht nur das, es lag rechts und links der Strasse richtig Schnee, die Kirsch-Bäume, die Olivenhaine, die Zitronen-und Orangenfelder und auch die bereits blühenden Mandelbäume hatten alle eine Schneehaube, und das sah alles gigantisch toll aus in der Sonne. Überall tropfte der Schnee schon wieder von den Bäumen, und es war abzusehen, dass die Pracht keine zwei Stunden mehr halten würde. Einige Autos standen auf der Strecke, und Kinder und Erwachsene bauten eifrig Schneemänner. Wir hielten uns lieber an die Pracht rings um uns herum und fotografierten was der Akku der Kamera hergab. Irgendwann landeten wir in dem Ort „Planes“, und wir wollten natürlich wieder eine auf unserer Karte weiss gestrichelte Nebenstrasse fahren. Und zwar rund um einen See (Emblase de Beniarres) herum, der aufgestaut und randvoll mit Wasser war. Aber von Planes aus konnten wir schon sehen, dass eine dichte Nebelwand in den Bergen dahinter aufstieg, und hinter uns wurden die Wolken dunkel und schnee-voll. So liessen wir das Abenteuer lieber bleiben. Planes (de la Baronia) selbst ist ein wundervolles Dorf – nur nicht Sonntags, wenn ganz Spanien auf Tour ist. Sie hat zum einen ein hoch auf dem Dorfhügel liegendes altes Kastell und zum anderen gegenüber hoch auf dem Berg ein Kloster, das zu Fuss auf einem steilen Kreuzgang zu erreichen ist. Machte uns schon neugierig, aber nicht jetzt und heute. Wir werden das Ganze noch mal neu aufrollen.... Wir fuhren zurück und bogen an einer Kreuzung von der CV700 ab auf die CV712 – eine Alternativstrecke zurück nach Pego. Und dort lag dann doch der Schnee auf der Strasse, wenn auch vorwiegend matschig. Nun ja, unser Fiat Panda hat nur Sommerreifen, und der Weg aus den Bergen runter nach Pego hat stellenweise ein ziemliches Gefälle. Nachdem wir fast nach der Hälfte dieser Strecke feststellten, dass die meisten Autos zurück kamen und uns an einer Kreuzung ein deutsches Ehepaar sagte, dass es doch ziemlich viel Schnee auf der Strecke gäbe, drehten wir. Schade, aber wir haben noch genug Zeit noch mal die Strecke zu fahren, zumal sie uns nicht unbekannt ist. So fuhren wir wieder die Strecke zurück die wir am Morgen hinauf gefahren waren. Jetzt allerdings war die Sonne von den dichten Nebelbänken rings herum verschluckt worden, und alles sah doch trostlos aus im Vergleich zu Stunden vorher. Und so wollten wir dann auch nur noch zurück nach Pepe. Um 15 Uhr waren wir dann wieder da, mit Hunger bis zum Hals. Und nun sitzen wir hier, ich schreibe diese Zeilen und wir schwelgen in den tollen Bildern, die wir heute im Schnee machen konnten...
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Tagestour 17.2.2010
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17.02.10 Ein Tag für den A...bfalleimer...
Heute morgen wollten wir wieder raus ins Grüne. Das Wetter versprach gut zu werden, die Sonne quälte sich zwar noch durch den Hochnebel, aber es sah gut aus. Und so machten wir uns nach dem Frühstück direkt auf die Socken. Wir wollten nach Elche/Elx. Dort gibt es Palmen ohne Ende, und dort gibt es einen kleinen aber sehr feinen Pflanzengarten. Den Rückweg wollten wir über die Berge und die N340 nehmen, die dort besonders schön ist und in Alcoy landet, einem hübschen Städtchen in den Bergen. Wir fuhren also via Autobahn Richtung Alicante und von dort das Stück per Landstrasse nach Elche. Aber schon vor Benidorm schwante uns, dass das gute Wetter bei uns 100 Kilometer südlicher ganz anders sein könnte/würde. Dicke Nebelschwaden kamen aus den Bergen Richtung Meer gezogen. Dazu noch Industrie-Smog, der wie eine Glocke über der Alicante-Region hing. Und über dem Meer ebenfalls dicke Wolkenbänke. Nachdem wir eine gute Stunde nach unserer Abfahrt aus Oliva Elche erreichten, war dort der Himmel auch ziemlich zu und die Luft war feuchtkalt.
Das wäre ja alles noch zu ertragen gewesen, aber es wurde schwierig in der Kleinstadt. Wuseliger Verkehr durch enge und engste Gassen, dazu ein Navi, das uns überall hinführte, wo Palmen standen, aber nicht zu dem gesuchten Palmengarten namens: Huerto del Cura Und als wir ihn endlich fanden, war das ehemalige Parkgelände gegenüber des Parks zugemauert und damit kein Parkplatz. Aber auch überhaupt nirgends. Da der gesuchte Park in der Altstadt liegt, gab es auch keine Parkhäuser. Nur gesperrte Minigassen und zugeparkte Wege, wo es zwar auch verboten war, aber wo alle standen. Ich hätte mich da auch eiskalt hingestellt, wenn ich bloss ein Plätzchen gefunden hätte... Und so war das Ganze ziemlich frustrierend. Anni stieg dann mal aus vor dem Haupteingang und machte ein paar Fotos. Aber das war es dann auch. Und so gaben wir nach über einer Stunde Parkplatz suchend in und um das Gebiet herum, auf. DIE Tour war schon mal umsonst gewesen -das leider positive: das Wetter war immer noch feuchtkalt und lausig.
Also fuhren wir wieder Richtung Norden. Über den Bergen klebte zwar immer noch der Nebel, aber wir hofften über den Nebelschwaden zu sein und damit in der Sonne. Also machten wir uns auf den Weg in die Berge. Die N340 war schnell gefunden. Das Navi wollte uns zwar (berechtigterweise) über eine neu gebaute Autobahn in die Berge schicken. Aber ich war nun dickköpfig und sah nicht ein, wenn ich schon auf der N340 fahre, die zu verlassen, um über die Autobahn wieder auf die selbe Strasse zurück zu fahren... Hätte ich mal ausnahmsweise auf das Navi gehört. Ich musste nämlich jetzt durch Alicante durch bis ich dann doch auf der Autobahn landete, auf die mich das Navi schon sehr viel früher schicken wollte. Als wir dann endlich Richtung Berge unterwegs waren, bekam Anni Darmkrämpfe. Es deutete auf Durchfall hin. Und nun fahre mal durch einsame Bergregionen wenn es hinten zwickt. Kurzentschlossen beendeten wir die Tour. Und da wir uns sowieso schon auf/noch der Autobahn befanden, fuhren wir im Eiltempo Richtung Campingplatz. Anni war somit sehr erleichtert, der Durchfall war durch und hier schien die Sonne, und wir setzten uns in die Sonnenstühle und genossen die Ruhe und das Rauschen des Meeres, nicht ohne vorher oben am Strand noch mal nach dem Rechten gesehen zu haben. Nun gut, dieser Trip ging voll in die Hose – aber was solls. Es kommen andere Tage mit mehr Glück beim Wetter und so....
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Tagestour 20.2.1010
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Val de Ebro |
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20.02.10 Ein sonniger Geniesser-Tag
Nachdem es gestern am Anfang des Tages mal wieder geregnet hat, und das Wetter erst gegen Nachmittag sonnenmässig aus den Puschen kam, war heute schon klarer Himmel um 7 Uhr, und die Sonne bescherte uns einen wirklich wolkenlosen Tag mit Temperaturen für´s Polo-Shirt als Oberbekleidung. Und so machten wir uns bereits um 9:30 Uhr auf den Weg zum Schwimmbad. Unser Gegenübernachbar feiert heute seinen 80igsten Geburtstag mit mehr als 25 Gästen, und nachdem um 9:00 Uhr schon auf unserer Wäscheleine hollandfarbige Luftballons hingen, und die entsprechenenden Fahnen an den Bäumen prangten, wurde es sowieso Zeit dem Geburtstagskind die Strasse für das Fest zu überlassen. Spontan verabredeten wir uns mit unseren Nachbarn Traudl und Erich zu einer Tour durch die Berge. Die beiden wollten uns um 11:00 Uhr vom Schwimmen abholen und dann wollten wir los fahren mit zwei Autos. Gesagt - getan. Vorgenommen hatten wir uns, von Pego aus hoch zum Coll de Ebo zu fahren. Die Strasse ist sehr, sehr kurvig, aber bietet einen sagenhaften Blick weit übers Land bis zum Mittelmeer. Man kann dort an vielen tollen Stellen halten und den Blick richtig geniessen, zumal heute die Luft klar und damit die Weite unendlich war. Zeit zum Geniessen. Wäre ja auch ´ne schöne Tour gewesen -nur fuhr ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt eine Horde Freizeit-Radler den Berg hinauf. Und natürlich sind bei denen die Leistungen unterschiedlich. Und so fuhren alle auf die gesamte Strasse verbreitet über 10 Kilometer vor uns her. Na klar haben wir versucht vorbeizukommen, was nun nicht immer einfach war. Gottseidank kam kein Gegenverkehr - wenn man von ein paar Radlern absieht, die in einem Affenzahn von OBEN nach unten fuhren. Wie auch immer, anhalten und Weite und Natur geniessen ,war nicht möglich, und als wir endlich oben waren auf´m Berg - standen da schon bestimmt dreissig Radler rum, die es schon geschafft hatten hochzukommen, und einige davon waren eben schon wieder auf dem Weg nach unten. Gottseidank den gleichen Weg wieder runter und nicht in unsere Richtung. Erleichtert waren wir darüber dann aber doch, denn wenn die dann auch noch vorn, neben, hinter und vielleicht auch über uns die andere Bergseite runtergedonnert wären, hätten wir dann aber wirklich mächtig Stress bekommen. Nix gegen die Freizeit-Radler. Aber das sind keine disziplinierten Profis sondern Freizeitsportler, und da ist es bei manchem schon heftig mit der Überforderung. Und niemand will plötzlich einen Radfahrer auf der Motorhaube liegen haben... Wir genossen also unsere Abfahrt auf der anderen Seite des Berges hinunter ins Tal. Dort liegt der Ort "Coll de Ebo". Und Erich meinte, da gäbe es ein tolles "Restaurante". Wir also reingefahren in den Ort. Schön klein und wahnsinnig schnuckelig eng war er ja schon. Und ´ne Kneipe gab es auch, aber nicht die gesuchte. Und so versuchten wir wieder aus dem Ort herauszukommen. Gar nicht so einfach, wenn manche Strassen so eng sind, dass man zwar reinfahren kann, aber für das Öffnen der Autotür kein Platz mehr vorhanden ist - nur die Aussenspiegel passen noch... Aber irgendwie kriegten wir dann doch wieder die Kurve raus aus dem Dorf. Und erleichtert fuhren wir weiter, den Berg hinauf Richtung Tollos. Die Gegend ist eigentlich voll von Mandelbäumen. Aber der Schnee der letzten Tage hat verhindert, dass die Bäume in voller Pracht ihr Blütenkleid entfalten konnten. Und von Bienchen zwecks Bestäubung war auch weit und breit nix zu sehen. Ich denke, noch eine Woche Sonne satt, und es passt dann auch in der Natur. Wir fuhren also wieder traumhaft schöne und meist sehr kurvige Strassen bergauf und ins nächste Tal bergab. Vorbei an Natur satt und heute extrem klaren Bergen mit einem weiten Blick. Unser Ziel sollte mal wieder Tarbena sein, der Ort mit dieser Kommunistenkneipe. Und siehe da, die Kneipe war offen, und wir bekamen einen Tisch, obwohl wir nicht reserviert hatten. "Kneipe" ist eigentlich eine Beleidigung für dieses Lokal. Eigentlich ist das Ganze eher ein Museum mit "essen-können". Man macht die Tür auf, und über einem hängen Flinten allen Alters von der Decke. Die Wände sind tapeziert mit Bilderrahmen oder Bildern oder Fahnen oder sonstigem Uralt-Kriegsandenken bis hin zum Schwert - und das ist keine Attrappe. Dazwischen recht neue Fotos von Lafontaine bis Kohl oder einigen mir namentlich unbekannten Grössen der Politik und Wirtschaft. Das Herzstück aber ist die offene Küche linkerhand des Lokals. Da kocht die Chefin und ein paar Gehilfen schmackhafte regionale Gerichte. Der Chef läuft durch den Laden im Kriegs-Woll-Mantel und nem Che-Chevara-Mützchen und begrüsst die Gäste höchstpersönlich, soweit diese spanisch können.
Wir bestellten uns für 4 Personen eine Paella-Pfanne. Das Essen war reichlich und schmackhaft. Dazu gab es Wein, Salat und Nachtisch. Und es machte Spass, mal in einer derartigen Kneipe zu speisen - einmal. Muss man mal gesehen haben. Wir persönlich bevorzugen dann aber doch echte, spanische Kneipen, die für Spanier und andere, und nicht fast ausschliesslich auf Touristen ausgelegt sind. Unseren Kaffee mit Apfelstrudel wollten wir dann auch lieber auf dem "Coll de Rates" geniessen. Da waren wir ja schon mal Mittag essen ,und es lag sowieso auf dem Weg Richtung Pepe. Und so machten wir es dann auch. Dafür fuhren wir dann mal wieder viele enge Kurven und Höhen, bis wir da ankamen, wo wir ja hin wollten. Der Laden war brechend voll, und den letzten freien Tisch enterten wir dann. Erst hiess es, die Kaffeemaschine wäre ausgefallen, und dann wurden wir doch erfreut, dass sie wieder funktionierte. Und wir genossen unseren Aufenthalt. Frohgemut bestellten wir dreimal Kaffee mit Apfelstrudel mit Eis und Sahne, und für mich neben dem Kaffee einen Becher mit heissen Waldfrüchten. Mmmhhhh - lecker... und hätte der Musikus mal wieder Pause gemacht mit seiner Life-Musik, wir wären noch ne halbe Stunde länger sitzen geblieben. So aber machten wir uns nach ner schlappen Stunde nun endgültig auf den Heimweg. Ein schöner Tag ging zu Ende - mittlerweile war es nach 17:00 Uhr. Und erfreulich - unsere Partygäste von gegenüber waren umgezogen auf einen noch in der Sonne liegenden Platz und sangen dort mit Unterstützung eines Schifferklaviers aus vollem Halse deutsche Schunkellieder. Aber auch nicht mehr sehr lange - obwohl es sich richtig gut anhörte - es wurde plötzlich einfach zu kalt als die Sonne untergegangen war... Leider soll es morgen noch mal regnen - aber was ist das schon gegen den Schnee in Deutschland...
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"Kommunisten-Kneipe" in Tarbena: N38°41´8.1´´ W0°06´08.1´´ |
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Tagestour 25.2.2010
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25.02.2010 Ein Mandelblüten-Meer im Tal der "Tausend Stufen"
Endlich ist die Luft draussen nicht mehr feucht-kalt. Und die schweren Stürme der letzten Tage und Nächte sind auch vorbei. Gestern hatten wir von einem wolkenlosen Himmel Sonne satt bis 24 Grad im Schatten. Und diese Temperaturen werden auch weiterhin anhalten - sagt der Wetterbericht. Für die Natur bedeutet das, jetzt auf Kommando los-zu-blühen, was das Zeug hält. Das wiederum bringt zwei andere Wesen auf den Plan – die Bienen, die wie verrückt über die Blüten der Mandelbäume herfallen, und wir Touristen mit dem Fotoapparat bewaffnet, knipsend zwischen den Mandelbäumen rumlaufend. Und so haben alle drei was davon. Wir wollten heute morgen erst unseren geplanten Frühschoppen mit den Nachbarn veranstalten. Aber Peter und Katrina waren auf einem Geburtstag eingeladen. Und so sind wir mit Traudl und Erich in die Natur gefahren, genau gesagt, wieder nach Benimaurell und weiter auf der namenlosen Strasse, die auf der anderen Seite in der Baustelle der CV 720 endet. Wir waren ja neulich schon mal da. Aber wir waren uns sicher, jetzt steht das ganze Tal bis oben auf die Spitze des Berges voll im rosa-weissen Mandelblüten-Rausch. Und so war es dann auch. Herrlich, dass es noch so abgelegene Täler gibt, in denen die ursprüngliche Art der Mandelbaum-Kultur erhalten geblieben ist. Alle Anlagen dort, mit denen nun im vollen Blütenrausch stehenden Mandelbäumen, befinden sich noch auf handgefertigten mit groben weissen Steinen aufgebauten Terrassen mit jeweils mindestens 10-20 Bäumen. Diese Terrassen gehen einerseits den steilen Hang hinauf bis vor die kantigen, senkrecht stehenden Felsen, andererseits schwindelerregend tief hinunter auf der Talseite. Und wir mitten durch auf der Strasse. Ein toller Blick, vor allem, wenn die Sonne scheint. Die Blüten wurden heftig umschwärmt von Tausenden von Bienen. Ein Gesumme der besonderen Art. Einige Bäume waren schon so eifrig mit dem Weiter-Wachsen zugange, dass die ersten grünen Blätter aus den Ästen quollen. Trotz der vielen Blüten. Irgendwie konnte man sich nicht satt sehen an dieser Pracht. Und darauf hatten wir ja schon seit Wochen gewartet.
Aber irgendwann landeten wir wieder oben auf der Spitze vor dem Restaurante "La Venta del Collao". Bei unserem letzten Besuch waren wir überrascht, dort Autos stehen zu sehen. Heute waren es sehr viele Autos, die dort standen. Deutsche, Holländer, spanische Touri-Autos und sicher auch der eine oder andere Spanier. Wie wir hörten, werden von dort bevorzugt Wanderungen ins "Tal der 1000 Stufen" und wieder zurück begonnen. Und hinterher hat man ja gleich das Restaurante vor der Nase, wie praktisch nach der schweisstreibenen Stufen-Tour. Wir guckten uns erst mal in dem Lokal um. Der Chef war gerade dabei, Holz aufs Feuer im offenen Kamin zu werfen, damit die zu erwartenden Gäste auch nicht frieren müssten - falls das so wäre. Leider war es erst gegen 12 Uhr und somit für spanische Verhältnisse viel zu früh zum Essen. Und so wissen wir immer noch nicht, ob es neben der üppigen, aber nicht billigen Regionalküche, auch das allseits beliebte "Menu del Dia" gibt. Für uns stand fest, dass wir nun wieder zurück fahren und in Tormos essen gehen würden. Dort haben Anni und ich schon gut gegessen. Und Erich und Traudl wollten es jetzt auch wissen. Aber zuerst ging es mal wieder im Schneckentempo den Berg hinab nach Benimaurell. Unterwegs begegneten uns eine Menge Wanderer, die nicht durch die Hügel gelaufen waren, sondern die bequemere Strasse gewählt hatten. Nicht immer schauten sie freundlich. Autos störten wohl die beschauliche Ruhe... Angekommen im Ort wollten wir natürlich wissen, wie es so in diesem Dorf am Ende der Welt aussieht. Natürlich auch sehr beschaulich - mit engen bis engsten Strassen, friedlichen Gassen und die wiederum so schmal, dass man auf keinen Fall die Auto-Türen öffnen konnte. Aber das beste war, eine Wasserfurt anstatt der üblichen Kanalisation lag mitten auf der "Hauptstrasse" ,und diese Strassen-Wasser-Furt hatte mehr als 15 % Gefälle. Wir sind sehr behutsam da runter- und durchgefahren, es war ja kein Regen gefallen, und die Spur war knochentrocken. Und siehe da, sie landete genau am Orts-Eingang. Da, wo wir sowieso ingemusst hätten. Gegen 14 Uhr waren wir dann wieder in Tormos im Lokal "Tormo". Vor der Tür hing die obligatorische Kreidetafel mit den Tagesgerichten. Und so konnten wir uns aussuchen, was wir denn Essen wollten - von der Vorspeise über das Hauptgericht bis zum Nachtisch. Dazu Wein und Brot mit frisch angemachter Knoblauch-Creme. Und alles für 8 Euro pro Person. DAS war auch noch ein krönender Abschluss hinter diesem Tag. Gegen 17:30 Uhr waren wir dann wieder auf Pepe. Und es reichte sogar noch dazu, eine Weile in der Sonne zu sitzen...
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Spanien 2010 - Januar Spanien 2010 - März
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