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 | Spanien 2010 - Dezember2009 |
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13.12. 2009: ..angekommen Wir sind auf dem Campingplatz Pepe an der Ostküste Spaniens an der Costa Brava, ca. 100 km südlich von Valencia und 100 km nördlich von Alicante. Das Wetter in Deutschland ist zurzeit ein einziges Schneechaos, hier wechselt der Regen sich mit Wind und Sonne ab. Aber immerhin haben wir hier keine Minustemperaturen wie in Deutschland. Die Meereswellen schäumen grau in grau, die Berge um uns herum sind mit Puderzucker bedeckt. Heute hängen die Wolken besonders tief. Wir sitzen im Wohnmobil, die Heizung auf "ON", das Kochzelt vorerst noch geschlossen, die Sonnenstühle noch rpackt und stattdessen die Wäscheleine stramm gezogen und das Mietauto neben uns geparkt. Ca. 1000 m entfernt von uns gibts ein Golfhotel, das einen wunderschönen Innenpool hat, für den wir eine Monatskarte erstanden haben. Nun harren wir der Dinge, die uns in den nächsten Wochen erwarten. Wir hoffen auf viel Sonne, gute Stimmung, nette Nachbarn (die wir jetzt schon haben), tolle Erlebnisse und nix Unangenehmes! Vor allem werden wir das anstehende Weihnachtsfest und Sylvester vorbereiten und genießen - Faulenzen und Nixtun ist angesagt!
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Unsere "Mücke" |
Pepe Camping Oliva Nova N 38° 53´ 38.1´´ -W 0° 03´08.6´´ |
Hauptstrasse Camping |
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Dagmars Strandblick... |
Golfhotel Oliva Nova N38° 53´58.2´´ W 0° 03´38.7´´ |
Dagmars neues Mobil ? :-) |
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25.12.09 ...ein Weihnachtsessen in den Bergen...
Da die Spanier ja anders als wir unseren ersten Weihnachtsfeiertag als einzigen Weihnachtstag haben, ist es auch traditionell so, dass die ganze spanische Familie essen geht. Das bedeutet, dass es besonders viele leckere einheimische Gerichte jenseits von Pizza und Pommes gibt. Und das natürlich in erster Linie in schönen Gasthäusern der Spanier, jenseits der Touristenpfade. Wir kennen da ein einheimisches Lokal in den Bergen. Und da erschien es uns zu diesem Anlass passend hinzufahren. Natürlich nicht ohne vorher einen Tisch zu reservieren. Sonst geht da überall gar nichts. Wenn man von unserem Campingplatz auf die N-332 fährt und die Abfahrt zum Ort „Pego“ nimmt, dann geht von dort mitten in der Stadt die Strasse C-3318 ab durch die Berge Richtung Benidorm. Natürlich geht es auch hier bergauf, bergab mit tollen Aussichten hinunter ins Tal und auf das Mittelmeer. Und auf der anderen Seite dann wieder hohe Berge mit meist einer tollen Fernsicht. Rechts und links der Strasse Natur pur, durchsetzt mit Olivenhainen, endlosen Mandelbaumreihen, Kakteen, ersten blühenden Blumen und Weite. Durch kleine Bergorte in denen es sogar am Straßenrand schon wieder grünt und blüht, landet man eine halbe Stunde nach Abfahrt vom Campingplatz in dem Ort "Parcent". Fährt man dort weiter den Schildern folgend Richtung Benidorm, dann befindet sich auf dem Weg in die Berge auf der rechten Seite die Abfahrt zum „Restaurante La Piscina“. Auch dort Natur satt in allen Farben, selbst um diese Jahreszeit. Nicht nur Orangenhaine rechts des Weges, sondern auch ein großer Teich direkt am Restaurant-Holzhaus, samt Kakteen aller Art und "eigenen" Graureihern machen einen den Besuch im Restaurant einfach schön. Natürlich bullert innen im Haus um diese Jahreszeit auch ein großer und verbreitet angenehme und heimelige Wärme. Die Tische drum herum sind liebevoll gedeckt und laden ein zum gemütlichen Verweilen. Das Essen ist vorwiegend einheimisch. In einer normalen Woche gibt es in einem weiteren Raum ein Vorspeisenbuffet, das sich absolut sehen lassen kann. Zu Feiertagen oder Sonntagen wird einem die Vorspeise direkt an den Tisch gebracht. Früher kam der Chef an den Tisch und zählte an den Fingern auf, was es an diesem Tage zu essen gab. Es gibt mittlerweile auch eine Speisekarte. Aber uns gefällt die alte Art immer noch am besten. Jetzt zum Feiertag ist alles festlich geschmückt. Die Spanier essen ja traditionell spät und so ist man, wenn man gegen 13:00 Uhr kommt, noch ziemlich allein. So kann man sich in aller Ruhe unterhalten und das Essen in vollen Zügen genießen. Gegessen haben wir, wie fast immer Lamm. Das ist hier sehr, sehr lecker. Natürlich gäbe es auch Wildschwein, verschiedene Fischsorten und einiges mehr. Zu diesem Menü gehört natürlich neben der Vorspeise auch Brot und eine super selbst gemachte Knoblauchsoße. Dazu Wein und Wasser. Natürlich auch Nachtisch, vom Pudding über den Kuchen bis zu frischer Ananas oder Eis. Und nach all diesen Köstlichkeiten darf ganz zum Schluss auch der Verdauungs-Sherry nicht fehlen....Jetzt zu Weihnachten gibt es auch noch reichlich verschiedene Fisch-Tapas zum Vorspeisenteller. Von allem mehr als man essen kann. Jetzt zu Weihnachten haben wir 20.- Euro pro Person bezahlt. In der Woche liegt der Preis bei 15.- Euro und ist ebenso angemessen. Und dann sitzt man gemütlich im Sonnenschein, mit Blick auf die Kakteenlandschaft und den übergroßen Gartenteich, und genießt ganz zum Abschluss noch eine leckere Tasse Kaffee. Welch ein Tag.
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26.12.09 ...auf der Suche nach einem Lokal in den Bergen...
Vor vielen Jahren wurden wir von Benidorm aus mal von einem Engländer mitgenommen in eine Restauration in den Bergen. Nur Sonntags war dieses Gehöft geöffnet. Innen fand man eine Art Museum in dem gezeigt wurde, wie früher mal die spanischen Bergbauern lebten und arbeiteten. Ein weiterer Raum war umgebaut in eine Art Gaststube, dessen größter Blickfang ein riesiger Kamin war. Auf diesem wurde immer an den Sonntagen eine Riesenpfanne mit mindestens 1.20 Meter Durchmesser mit Paella gefertigt und zelebriert. Allein das Zugucken war schon bombastisch. Auf einem weiteren Hinterhof hatte man einen weiten Blick über ein riesiges Areal mit Weinstöcken. Jeder Gast konnte gegen einen Beitrag Mitglied und Mitbesitzer an diesen Weinreben werden. Als Gegenleistung bekam man jedes Jahr etliche Flaschen Wein von „seinem“ Weinstock. Das fanden wir damals lustig. In unserer Erinnerung war das Gehöft sehr schön angelegt, sonnig mit einem weitem Blick über das Land. Das Gehöft selbst verfügte über mehrere Räume im alten Stil, die man auch besichtigen konnte. War die Paella endlich fertig, wurde man per Gong zum Essen gerufen. Und jeder bekam dann sein Teil vom Essen aus der Pfanne ab. Dazu spielte der Hausherr höchstpersönlich im Schottenrock auf dem Dudelsack die Begleitmusik zum Essen. Das Essen kostete damals sicher nicht mehr als 12 Euro incl. Wein bis zum Abwinken. Schade war nur, dass wir dieses Lokal nie wieder gefunden haben trotz aller möglichen Versuche in den Folgejahren. Hier auf unserem Camping-Platz hörten wir dann von einem anderen Lokal namens "Verd i Vent", das auch irgendwo in den Bergen liegen sollte, an Kilometerstein 5, auf dem Weg nach Bernia Masarof. Aha. Und wo bitte ist das?? Navi-Info? unbekannt. Internet? unbekannt. Beschreibung? nicht nachvollziehbar für uns. Kurz entschlossen krallten wir uns "Luus" die gute Seele des Camping-Platzes und fuhren mit ihr zu diesem Lokal. Sie war schon einige Male dort gewesen und kannte den Weg. Der Weg führte uns nach Jalon oder Xalo wie der Katalane sagt. Von dort auf einem atemberaubenden Weg, den ich auch nur im Tageslicht fahren möchte, zu einer Kurve am Kilometerstein 5. Und Sie werden es nicht glauben, das erste was wir sahen, war unser lang gesuchtes Paella-Gehöft. Und direkt daneben lag dann das dank Luus gefundene „Verd i Vent“. Vor Staunen bekamen wir erst mal nicht den Mund zu. Was das Leben doch manchmal für Kapriolen schlägt. Da suchen wir verzweifelt seit Jahren diese Kneipe, und dann finden wir sie unerwartet wieder bei der Suche nach einer ganz anderen Kneipe. Nun haben wir zwei tolle Alternativen direkt nebeneinander liegend. Und irgendwann werde ich über diese beiden Lokale berichten - wenn wir auch drin waren..
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La Piscina, Parcent /Restaurant N 38° 44´´ 16.6´´ W 0° 04´30.9´´ |
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27.12.2009 Ausflug ins Hinterland...
Welch ein sonniger Tag. Ein wolkenloser Himmel, eine blutrot aufgehende Sonne begrüßt uns. Der Tag ist wie geschaffen für eine Tour in die Berge. Und das machen wir dann auch. Wir fahren nach dem Frühstück so gegen 10:00 Uhr los. Nicht weit von unserem Platz entfernt verläuft die N-332. Mittlerweile gut ausgebaut und ein stückweit als kostenlose Rennstrecke der fast parallel verlaufenden Autobahn ebenbürtig. Sie führt uns nach kurzer Zeit wieder in die Dörfer und Städte Richtung Alicante. In dem kleinen Dorf „Gata de Gorgos“ verlässt man hinter dem Ortseingang die Durchgangsstrasse 332 und fährt rechts auf eine Ministrasse Richtung „Lliber“. Es sieht so aus, als ob man auf der kleinen Strasse nur zu den dort stehenden Häuser von Gata de Gorgos fährt. Aber es ist auch die Strasse ins Hinterland Richtung Jalon. Ein Stück weiter ist die Strasse nach Lliber dann so eng, dass eine Ampel die Durchfahrt regeln muss. Ein fotografisches Highlight. Alte, ursprüngliche Häuser, steil und eng aneinandergepresst. Ist man da durch geht es unter einer Brücke weiter Richtung Lliber, und da beginnen eigentlich schon die Berge. Enge, gewundene Strassen bergauf, bergab durch Täler und Höhen führen dann durch Lliber in den Ort „Jalon“-bzw.Xalo. Natürlich wollten wir noch einmal in aller Ruhe zu unseren neuen, alten, wiederentdeckten Restaurants im Ort Maserof. Mitten im Ort Jalon aber geht erst mal eine leicht zu übersehende Strasse links ab nach Bernia-Maserof. Ein landschaftliches Highlight. Die Strasse fuhren wir ja schon gestern. Aber heute wollten wir auch das drum herum genießen. Tiefe Täler, gewundene, enge und unübersichtliche Strassen, Hügel, endlose Haine mit alten Olivenbäumen, knorrig, gewunden und uralt. Immer höher und höher. Vorbei an ausgetrockneten, tief liegenden Schluchten über Minibrücken, vorbei an Mandelbaum-Plantagen und Weingärten. Und dazwischen immer wieder Häuser an Hängen, im Tal oder auf den Hügeln. Dazu ein endlos blauer Himmel über uns und Sonne satt. Als erstes erreicht man von Jalon aus nach gut 5 Kilometern das drei-Häuser-Dorf Maserof. Im ersten Gehöft-Restaurant namens " Maserof-Farmhouse" unser langvermisstes Paella-Gehöft - heute ein Museum mit Restaurant - von Montags bis Donnerstags ein Museum und von Freitag bis Sonntag ein Restaurant. Daneben liegt ein weiteres Restaurant, geführt von Deutschen, namens „Verd i Vent“. Dem Vernehmen nach gibt es dort sogar einen Tisch mit Stühlen, einer Karaffe Wein mit Gläsern, falls der nötige Besuch der Toilette wegen "besetzt" zu lange dauert und man nichts besseres zu tun hat, als auf ein freies Örtchen zu warten.. In beiden Restaurants muss man sich zum Essen anmelden, mit überraschend langen Wartezeiten. Spricht für eine gute Küche, auch wenn beide Gebäude von außen eher einer Räuberhöhle ähneln. Und den vielen Autos nach zu urteilen die heute hier standen, lässt sich wohl auch keiner von dem weiten Weg hierher abhalten... Wir fuhren aber weiter zum anderen Teilort Bernia. Der Weg schlängelte sich in die Höhe und war weiterhin eine Abenteuertour. Bloß kein Gegenverkehr und wenn, dann bitte kein großes Auto. Mein stiller Wunsch ging bis auf drei-viermal in Erfüllung. Kurz vor dem Ort Bernia geht links die Strasse ab bzw. weiter. Man hat dann aber auch einen atemberaubenden Blick. Weit vor uns sahen wir im klaren Licht im Mittelmeer die Umrisse von Ibiza. Davor den Küstenstreifen mit seinen Touristenorten und ganz unübersehbar der Felsen von Calpe mit seinen riesigen Mengen von Hochhäusern davor. Tief unter uns die Autobahn und rechts, links dahinter und davor unendliche Weiten mit Orangenplantagen und sonstigen Obstgärten. Wir fuhren den Weg abwärts, wieder auf gewundenen Strassen, wieder vorbei an Tälern und Plantagen. Aber immer mit dem weiten Blick übers Mittelmeer. Bei Kilometerstein 26 waren wir dann wieder im Tal. Eine relativ kurze Strecke mit einem atemberaubenden Ausblick. Da wir noch nicht zurück wollten, suchten wir uns einen Weg an die Küste nach Javea oder Xabia. Auf einem "Schleichweg" fuhren wir wiederum einen steilen Weg hoch zum "Montgo" einem Berg, von dem man einen supertollen Blick hat - einerseits weit übers Meer, andererseits runter nach Javea. Am Ende dieses Berges steht der Leuchtturm. Dieser Berg, seine Flora und Fauna ist aber einen Extra-Trip mit viel Zeit wert. Und sonnigem Wetter. Wir fuhren auf der anderen Seite des Berges hinunter ins Tal nach Denia. Auch hier enge und kurvige Strassen aber auch einen tollen Blick auf den Hafen mit seinen Segeljachten und dem Hafen dahinter mit den Fähren nach Ibiza. Über allem die Burg von Denia auf ihrem Hügel. Kommt man in die Stadt, wird es lebendig und wuselig. Denia ist allemal eine Reise wert, schon wegen der hübschen Hafenanlagen, dem heimeligen Innenstadtkern mit seinen Hintergassen und engen Ecken, bunt gestrichenen abenteuerlichen Häusern. Und seinen kleinen Plätzen zum Verweilen. Wir fuhren weiter Richtung Olivanova. Der Himmel zog sich zu und hungrig waren wir auch mittlerweile. Unglücklicherweise lag auf dem Weg zum Campingplatz unser allseits geliebtes Chinesen-Restaurant. Und da unsere Mägen laut knurrten, gingen wir spontan dort hinein. Dieses Restaurant zeichnet sich dadurch aus, dass es sooo viel zu essen und zu trinken gibt, dass man sich schon fragt, wie machen die das bei Preisen fürs Komplett-Menü ab 4,50 Euro? Wir bestellten Hähnchen in Mandelsoße bzw. chinesische Art. Es begann mit einem Salat bzw. Peking-Suppe, einer großen Frühlingsrolle, Reis bzw. Nudeln - beide Beilagen waren mit Erbsen, Rührei und Schinken aufgepeppt. Dann kamen die beiden Hauptgerichte - mehr als reichlich. Dazu eine ganze Flasche Wein nach Wahl. Anschließend Eis, Pudding oder Kaffee. Und zu guter Letzt, zusammen mit der Rechnung, je eine Flasche Apfelkorn bzw. Pflaumenschnaps mit zwei Gläsern. Davon kann man trinken soviel man möchte. Wir haben jeder einen Verdauungsschnaps getrunken, war auch nötig nach dieser Völlerei. Gekostet hat das ganze für uns Beide unter zehn Euro! Danach wollten wir nur noch nach Hause und Mittagschläfchen bzw. Verdauungsschläfchen machen...
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Maserof Museum/Restaurant N 38° 42´34.6´´ W 0° 02´25.8´´ |
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Spanien 2010 Spanien 2010 - Januar
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